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            <title>48. Landesparteitag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt: Anträge</title>
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                <title>48. Landesparteitag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt: Anträge</title>
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                        <title>A1NEU3: Bildung in Sachsen-Anhalt neu aufstellen – unsere Schulen für morgen gestalten</title>
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                        <author>Landesparteitag (dort beschlossen am: 06.05.2023)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bildungskrise in Sachsen-Anhalt spitzt sich seit geraumer Zeit zu. Zahlreiche Bildungsgipfel in Bund und Ländern sind wohl neben dem akuten Lehrkräftemangel und dem daraus folgenden Unterrichtsausfall die besten Zeugnisse der akut schwierigen Situation. Und das ist mehr als ein statistisches Problem oder Ausdruck von Organisationsversagen der verantwortlichen Regierungen: Es ist individuell und gesellschaftlich eine schwere Hypothek, wenn Bildung nicht funktioniert. Gute Bildung und gute Bildungschancen für alle sind der Grundstein für die soziale Gerechtigkeit, für soziale Aufstiegsmöglichkeiten und sie sind der wichtigste Motor für gesellschaftlichen Fortschritt. Ohne gute Bildung fehlen Fachkräfte in allen Branchen. Und ohne gute Bildung fehlt die Basis für selbstbestimmte Teilhabe und für Gestaltungskraft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn wir über gute Bildung sprechen, muss das über die Notwendigkeit der Lösung akuter Krisen hinaus diskutiert werden. Selbstverständlich brauchen wir genug Lehrer:innen an allen Schulformen im Land, damit Unterricht und damit Bildung stattfindet. Aber ohne tiefgreifende Veränderungen werden unsere Schulen auch mit mehr Lehrkräften Kinder und Jugendliche nicht auf die Herausforderungen von morgen vorbereiten können. Ohne tiefgreifende Veränderungen werden sich bestehende Chancenungleichheiten nicht abbauen lassen, wird die Zahl der Jugendlichen, die Schulen ohne Abschluss verlassen, nicht sinken. Es braucht in Sachsen-Anhalt den Mut, den aktuellen Druck, der auf der Bildung lastet, für Veränderungen zu nutzen. So gestalten wir unsere Schulen für morgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Längeres gemeinsames Lernen für mehr Bildungsgerechtigkeit und individuelle Förderung. Internationale Studien kommen regelmäßig zu dem Schluss, dass die frühe Aufteilung von Schüler:innen an verschiedene Schulformen zu sozialen Ungerechtigkeiten führen, beziehungsweise diese verstärken. Zudem erreichen Länder ohne frühe Segregation in der Bildung in den PISA-Studien regelmäßig bessere Ergebnisse, als solche mit früher Aufteilung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist also von Vorteil, das gemeinsame längere Lernen zu fördern. Das stärkt die sehr individuellen Bildungsbiografien von dann weniger benachteiligten Kindern. Und es ermöglicht dem Bildungssystem in Sachsen-Anhalt, Talente nicht nur zu entdecken und auszubauen, sondern auch die Förderung auf das Kind auszurichten. Das alles kann zu mehr Schulerfolg führen. Und mehr Schulerfolg, weniger Schulmisserfolg und nachhaltige Hilfe bei der beruflichen Orientierung helfen auch den Unternehmen und Arbeitgebern, die in Sachsen-Anhalt händeringend Fachkräftenachwuchs suchen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für längeres gemeinsames Lernen soll:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Grundschulzeit auf sechs Jahre verlängert werden. Dabei sind vor allem in den letzten Grundschuljahren differenziert ausgebildete Fachlehrer:innen einzusetzen, um dem spezifischeren Lehrstoff dieser Klassenstufen gerecht zu werden. Das Grundschullehramtsstudium muss entsprechend diesen Ansprüchen überarbeitet werden. Zur weiteren Schullaufbahn nach der Grundschule sollen Eltern UND Schüler:innen durch die Lehrkräfte an der Grundschule in der sechsten Klasse beraten werden. Das im Zeugnis dokumentierte Leistungsprofil ist dabei EIN Kriterium dieser Beratung. Diese Beratung muss weiterhin ihren empfehlenden Charakter behalten. Eine verbindliche Schullaufbahnempfehlung lehnen wir ab.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Gemeinschaftsschule als echte Alternative gefördert werden. Sekundarschulen und Gymnasien, die sich zu Gemeinschaftsschulen weiterentwickeln wollen, sollen durch Anreize und konzeptionelle Beratung auf diesem Weg unterstützt werden. Ziel muss eine „Schule für Alle“ mit funktionierende Binnendifferenzierung und Querdurchlässigkeit der Schullaufbahnen sein. Im Idealfall könnten durch Verbünde mit Grundschulen Bildungscampusse entstehen, die Kinder und Jugendliche von der Einschulung bis zu jedem möglichen Schulabschluss durchlaufen können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für <strong>chancengerechte Bildung</strong> in Sachsen-Anhalt müssen alle Schulformen konzeptionell gestärkt werden. Besonders Sekundarschulen haben im Moment einen schlechten Ruf. Nicht nur ist der Lehrer:innenmangel an dieser Schulform besonders hoch, durch die Zusammenlegung mit der Hauptschule hat der eigentlich „mittlere“ Bildungsweg in Sachsen-Anhalt inzwischen das Image des „geringer qualifizierenden“ Schulzweigs. Dem ist nicht mit dem Zwang einer verbindlichen Schullaufbahnempfehlung, sondern nur mit besonderen Anstrengungen für eine bessere Qualität der Sekundarschulen zu begegnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bei allen Maßnahmen zur Lehrkräftegewinnung, Studierendenakquise und modernen Konzepten gegen Unterrichtsausfall müssen Sekundarschulen schwerpunktmäßig betrachtet werden. Dabei sind auch Bildungsbiografien von Menschen, die selbst kein „klassisches“ Abitur am Gymnasium abgelegt haben, als Ressource einzubeziehen. Lehramts-Studienplätze für Nicht-Abiturient:innen (zum Beispiel Fachabiturient:innen oder mit dem Abitur im zweiten Bildungsweg oder mit anderen qualifizierenden Voraussetzungen) können für mehr Lehrkräfte sorgen, die sich auch aus eigener Bildungserfahrung der Sekundarschule zuwenden und dort Vorbild und Identifikationsfigur sein können. Neben der Berufsorientierung muss an Sekundarschulen auch die Vielfalt der möglichen (Aus-)Bildungswege und -stufen nach der Schule einen größeren Raum einnehmen. Das gilt auch umgekehrt für Gymnasien. Hier sollte neben Informationen zum reinen universitären Studium auch zu Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen verpflichtend und umfassend informiert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Entwicklung der Ganztags-Grundschulen muss konzeptionell begleitet werden. Ganztag ist mehr als Schule und Hort. Ganztagsgrundschulen bieten die Chance, formale und nicht formale, schulische und „außerschulische“ Bildung nach modernen lernpsychologischen Erkenntnissen zu rhythmisieren (dabei könnten und sollte auch die Uhrzeit des verbindlichen Unterrichtsbeginns neu gedacht werden – weg von organisatorischen, hin zu Kinder-Bedürfnissen). Auch die Gestaltung von Freizeit und Erholung müssen einen wichtigen Aspekt im Rahmen eines Ganztagsschulsystems spielen. Dabei können Bildungschancen – vor allem im Bereich der nichtformalen Bildung – durch fakultative Angebote von Dritten im allen zugänglichen „Raum Schule“ gerechter verteilt werden. Dazu bedarf es enger Abstimmungen und einer gemeinsamen Struktur von Schulen und Hortträgern und einer lebendigen Kooperation mit freien Trägern der Kinder- und Jugendarbeit, von Kultur, Sport etc. Grundschulen sollen sich dafür auch baulich zu „Lernhäusern“ entwickeln. Das Land soll für dieses Ziel ein Konzept zum Beispiel nach dem Vorbild des Münchener Lernhausmodells für alle Grundschulneubauten entwickeln. Auch Familienarbeit und -bildung soll dabei eine Rolle spielen. Auf diese Weise rücken Grundschulen auch wieder ins Zentrum von regionaler Gesellschaft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Für Grundschulen ist in jeder Kommune ein „Grundschulsozialindex“ zu entwickeln. Je nach sozialer Lage werden mehr finanzielle Mittel für Schulen in herausfordernden Lagen eingeplant. „Ungleiches ungleich“ behandeln ist das Motto, um mehr Bildungsgerechtigkeit herzustellen. Eine kommunale Bildungsberichterstattung ist in allen Kommunen vorzunehmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Lehrkräftemangel ist das akuteste Bildungsproblem im Moment und er wird eine Herausforderung bleiben. Auf diese Herausforderung gibt es keine einfache Antwort, schon gar nicht eine, die den Beruf noch unattraktiver macht. Wir schlagen eine Vielzahl von Maßnahmen vor:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>E13/A13 sollte als Einstiegsgehalt für alle Grundschullehrkräfte SOFORT eingeführt werden. Bisher haben wir einen Wettbewerbsnachteil gegenüber all unseren Nachbarbundesländern, die schon seit längerem das höhere Gehalt an ihre Grundschullehrer:innen zahlen. Sachsen-Anhalt kann es sich nicht leisten diesen bis 2025 maximal stückchenweise abzuschmelzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Seiteneinsteiger:innen fördern! Durch sinnvoll strukturierte, auf den Berufsalltag als Lehrkraft im Seiteneinstieg zugeschnittene Qualifikation soll es ihnen ermöglicht werden, bei Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten Gleichstellung zu den Lehrkräften zu erlangen, die ein Lehramtsstudium absolviert haben. Auch Seiteneinsteiger:innen auf Zeit müssen besser betreut und bezahlt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sonderzuschläge auf das Gehalt von Lehrkräften, wenn diese sich entscheiden, in bestimmten Mangelfächern, Regionen oder Schulformen zu unterrichten oder bestimmte Integrations- und Vielfaltskompetenzen aufweisen. Damit kann eine Lenkungswirkung in genau die Bereiche erreicht werden, in denen der Lehrkräftebedarf am größten ist. Bisher wartet das Land Sachsen-Anhalt ein bis zwei Ausschreibungen, bis die leer gebliebenen Lehrkräftestellen mit Zuschlägen versehen werden. Wir plädieren dafür, dass die Sonderzuschläge von Anfang an für die Bereiche gewährt werden, in denen einen Mangel besteht.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die sinnvolle Integration von Verwaltungspersonal, Schulsozialarbeiter:innen, pädagogischen Fachkräften und Digitalassistent:innen in den Schulalltag, um Lehrkräfte von Aufgaben zu entlasten, die nichts mit dem Unterrichten zu tun haben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Ausbildung von Lehrkräften in Sachsen-Anhalt soll gestärkt werden. Dazu müssen die vorhandenen Potenziale an beiden Universitäten unseres Bundeslandes vollständig genutzt und nicht wie bisher auf einen Standort begrenzt werden. Ein Weg kann die duale Lehrkräfteausbildung sein, durch die die Praxisanteile im Lehramtsstudium erhöht werden und Studierende schneller an konkrete Schulen im Land gebunden werden können. Außerdem ist es sinnvoll, das Lehramtsstudium für die unterschiedlichen Schulformen in ein schulstufen-bezogenes Lehramtsstudium umzuwandeln. Angehende Lehrkräfte würden dann nicht mehr speziell für das Gymnasium, die Sekundarschule oder Grundschule ausgebildet sein, sondern das Lehramtsstudium könnte sich in die Primärstufe, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II gliedern. Und: Die Zugangsvoraussetzungen für das Lehramtsstudium gehören auf den Prüfstand. Ein Numerus Clausus ist kein qualifiziertes Kriterium, um zu erkennen, wer für die Lehrer:innenausbildung geeignet ist. Wir begrüßen den Vorschlag der Landesregierung einen dualen Lehramtsstudiengang an der OvGU einzuführen und ermutigen darüber hinaus zur Durchführung des Pilotprojekts dualem Lehramtsstudium auch &quot;ohne klassisches Abitur&quot; an der Hochschule Anhalt. Ebenfalls sollte das Ein-Fach-Lehramt, oft auch Doppelfach-Lehramt genannt, für die Fächer Kunst, Musik und Sport in Sachsen-Anhalt als zusätzliches Angebot zum bisherigen Lehramtsstudium eingeführt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Etwa zehn Prozent aller Schüler:innen in Sachsen-Anhalt besuchen eine freie Schule. Damit sind die Schulen in freier Trägerschaft ein wichtiger Akteur und müssen Partner unseres Landes im Kampf um bessere Bildung sein. Deshalb dürfen sie nicht länger finanziell schlechter gestellt werden. Das Land sollte sich nicht erst durch Gerichtsurteile zwingen lassen, freie Schulen<br>
auskömmlich zu finanzieren, sondern partnerschaftlich und wertschätzend im Umgang, ihre Leistungen angemessen vergüten. Schulen in freier Trägerschaft sollten einen gleichberechtigten Zugriff auf Förderungen und Finanzierungen durch Land, Bund und die EU erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulsozialarbeit</strong> ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung von Schulerfolg und Teilhabe, zum Abbau von Bildungsungerechtigkeit und für die Bewältigung von Krisensituationen. Schulsozialarbeit funktioniert, wenn sie Stabilität und Verlässlichkeit bietet. Dafür braucht es einen ebenfalls stabilen und verlässlichen Rahmen. Wir fordern deshalb ein Landesprogramm Schulsozialarbeit, das</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unter Beachtung des Grundschulsozialindexes an jeder allgemeinbildenden Schule in Sachsen-Anhalt mindestens eine:n Schulsozialarbeiter:in sichert.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>nach dem Vorbild des sächsischen Landesprogrammes schulgesetzlich verankert die Schulsozialarbeit finanziert. Das Land soll dabei 80 Prozent der Kosten übernehmen, die restlichen 20 Prozent entfallen auf den Schulträger.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die <strong>Digitalisierung </strong>ist mehr als das im Moment omnipräsente Schlagwort. In ihr stecken auch für die Bildung mehr Chancen und Potentiale als Herausforderungen. Und es ist unerlässlich JETZT auch auf digitale Bildung zu setzen, wenn unsere Schüler:innen in der zukünftigen, immer digitalisierteren Welt bestehen können sollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Coronapandemie haben sich, auch wenn viele Schüler:innen in Sachsen-Anhalt davon nicht profitieren konnten, die Möglichkeiten digitaler Lernplattformen für alle gezeigt. Von Videokonferenzen über onlinebasierte Studiengänge bis hin zu Handy-Apps – digitale Anwendungen können Bildung nicht nur in einen anderen Lernraum führen, sie können auch die Art des Lernens, die Orte des Lernens und die Zeiten des Lernens verändern. Nur, wenn wir die darin liegenden Chancen aufgreifen, werden Schüler:innen aus Sachsen-Anhalt ganz vorn dabei sein können, wenn es um die Bildung für morgen geht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Digitalassistent:innen sollen an allen Schulformen Lehrkräfte von der Administrierung der Hardware entlasten, beraten und weiterbilden. Die Administration von Geräten muss dabei vom Land verbindlich und rechtssicher geregelt sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Informatische Bildung, bzw. Informatik als Pflichtfach ab Sekundarstufe I ist auch für Sachsen-Anhalt als Leitfach der digitalen Bildung einzuführen, um Schüler:innen zu kreativem Umgang mit der digitalen Welt zu befähigen, Medienkompetenz zu stärken und ihnen die entsprechenden beruflichen Perspektiven zu eröffnen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>E-Learning-Tools müssen in der Zusammenstellung der Lehrmittel und bei der Entwicklung von Curricula und Unterrichtsinhalten gleichberechtigt betrachtet werden. Sie sind ein wichtiger Baustein für digitale Bildung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Digitale Bildung ist auch selbstbestimmtere Bildung, Schüler:innen sollen schwerpunktmäßig das Selbstlernen erlernen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die digitale Kompetenz und die Digitalvermittlungskompetenz von Lehrenden muss fester Bestandteil der Lehramtsausbildung sein. Für Bestandspersonal sind Fortbildungen im Umgang mit digitalen Lehrkomponenten unerlässlich.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Pandemie hat auch Kinder in den Blick gerückt, für die ein normaler Schulbesuch wenig oder nur unter großer Gefahr möglich ist. Für diese gefährdeten oder kranken Kinder war das Distanzlernen ebenso eine Chance auf sicheren Unterricht, wie es für deutsche Kinder im Ausland oder Kinder von Schaustellerfamilien eine Chance auf kontinuierlichen Unterricht sein kann. Auch hier bieten sich mit digitalen Plattformen gute Möglichkeiten. Langfristig soll Sachsen-Anhalt, gemeinsam mit den anderen Bundesländern, eine Digitale Schule entwickeln und errichten, die von der ersten Klasse bis zum mittleren Schulabschluss geregelten Online-Unterricht für alle Kinder bietet, die begründbar nicht an „klassischem Schulunterricht“ teilnehmen können. Ebenso kann eine solche Digitale Schule ersatzweise Unterricht bieten, wenn Kinder zum Beispiel im Krankenhaus oder während eines Kuraufenthaltes nicht zur Schule gehen können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schülerinnen und Schüler verbringen nicht nur einen großen Teil des Tages, sondern auch viel Lebenszeit in der Schule. Zum Glück sind Schulen heute nicht mehr die Paukanstalten früherer Jahrhunderte. Schule ist heute ein Lebensort. Das gilt auch für Lehrer:innen, Schulpersonal und Familien. Schulen als Orte des Zusammenlebens sind auch Probier- und Lernorte für Demokratie und Gesellschaft. Sie müssen angstfreie Räume für alle sein und Platz bieten für Persönlichkeitsentwicklung auch jenseits der formalen schulischen Bildung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Dafür muss sich an Schulen die Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegeln. Diskriminierungssensibel sollen sie Orte sein, an denen Menschenfeindlichkeit keinen Platz hat. Die Stärkung der Kompetenzen von bereits ausgebildeten und angehenden Lehrer:innen in den Bereichen Kultursensibilität und Geschlechtervielfalt ist dabei ebenso wichtig, wie der Einsatz mobiler Beratungsteams, besonders für die ländlichen Räume.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Im Landesschulamt soll eine Anti-Bias-Stelle alle Lehr- und Lernmittel auf diskriminierende Darstellungen untersuchen. Es fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wenn in Sachsen-Anhalt Klischees und Vorurteile nicht reproduziert werden, und stattdessen nur diskriminierungsfreie Lernmaterialien zum Einsatz kommen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Spracherwerb ist der Schlüssel zur Integration. Deshalb sollen DAZ- Lehrkräfte regelhaft an allen Schulen Kinder unterstützen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Des Weiteren sollen alle Lehrkräfte regelhaft an allen Schulen im Umgang mit lebensweltlicher Mehrsprachigkeit fortgebildet werden. Der Raum für den Einbezug von Mehrsprachigkeit in den Unterricht sollte geöffnet werden. Das Land sollte Unterrichtsangebote für Herkunftssprachen schaffen und diese nicht an ehrenamtliche Strukturen auslagern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das bestehende Bewertungssystem mit Noten wird von der Wissenschaft als oft nicht objektiv kritisiert. Es bildet individuelle Lern- und Entwicklungsschritte unzureichend ab und gibt in der Bewertung zu oft eher Talent und körperliche Voraussetzungen wieder. Zudem kann es, wie auch für Erfolgserlebnisse, Anlass für starkes Erleben von Misserfolgen oder Demütigung bis hin zum Mobbing zur Folge haben. Deshalb gehört das bestehende Notensystem auf den Prüfstand! Wenn Schule der Zukunft sich an den Erkenntnissen von Bildungswissenschaften orientiert, müssen auch Erkenntnisse zu Bewertungssystemen für diese Schule gelten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für das Fach Sport wollen wir außerdem:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Mehr Umkleidekabinen:</strong><ul><li>Mindestens eine zusätzliche Umkleidekabine, die für trans*, inter* und nichtbinäre Menschen zur Verfügung steht, im Falle, dass diese sie benutzen wollen.</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Keine Trennung!</strong><ul><li>Wir lehnen eine Trennung in binäre Geschlechter während des Sportunterrichts ab,fordern aber auch Safer Spaces für FLINTA* und kritische Diskussionsräume zu Diversität, Körperlichkeit und Sexismus, welche für alle Schüler*innen verpflichtend sind. Außerdem müssen Lehrkräfte besser für den Umgang mit verändernder Körperlichkeit sowie diversen Körpern geschult werden.</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Angstfreie Schulen sind Mobbing-freie Schulen. Wir wollen, dass das Land den Einsatz gegen Mobbing verstärkt und Anti-Mobbing-Initiativen an Schulen unterstützt und fördert.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schulen sollen Probier- und Erlebnisraum für Demokratie sein. Wer schon in jungen Jahren demokratische Teilhabe und Selbstwirksamkeit erlebt, ist später weniger empfänglich für Populismus und Hetze. Für Demokratie begeistern gelingt am besten im Tun. Deshalb soll die Vermittlung von Demokratieverständnis fächerübergreifendes Prinzip an unseren Schulen sein. Schüler:innen sollen gefragt werden und mitbestimmen können. Wirklich und wirksam. Ein Schritt dazu ist die Einführung der Drittelparität in den Schulkonferenzen. Das Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist eine in Sachsen-Anhalt breit getragene Struktur mit zahlreichen Projekten zur Demokratieförderung. Es ist notwendig die das Netzwerk koordinierenden Strukturen dem immer weiterwachsenden Netz anzupassen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schule als Orte, die Gesellschaft abbilden, bedeutet auch „Schule für Alle“ sein. Das in Sachsen-Anhalt fest etablierte und kaum hinterfragte Förderschulsystem verhindert aber Inklusion. Das ist besonders problematisch, da die UN-Behindertenrechtskonvention uns, auch in Sachsen- Anhalt, zu inklusiver Bildung und Teilhabe verpflichtet. Für die überdurchschnittlich hohe Zahl von Förderschüler:innen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ oder „Geistige Entwicklung“ in Sachsen-Anhalt gibt es noch keine gute Erklärung. Sie ist aber bedenklich, zumal dort keine Schulabschlüsse erworben werden können. Selbstverständlich braucht es für gelingende Inklusion an Regelschulen konsequente strukturelle Veränderungen. Besondere Förderung und Betreuung sind aber auch dort möglich, wenn die bisher an den Förderschulen tätigen Fachkräfte gemeinsam mit den Schüler:innen ins Regelschulsystem wechseln. Frühförderstätten und Förderzentren kommt auch bei gelebter Inklusion ein hoher Stellenwert zu.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch baulich müssen unsere Schulen für inklusive Beschulung fit gemacht werden. Im Landesschulbauprogramm müssen entsprechende Standards für Neu-, Aus- und Umbau und Renovierung verankert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Nachhaltige Entwicklung muss fächerübergreifendes Lehrziel sein. Grundschulen sollen dafür grundsätzlich einen eigenen Schulgarten oder Zugang zu einem Schulgarten haben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) muss ein fächerübergreifendes Lehrziel sein. Schulen sollten Zugang zu langfristigen Projektflächen erhalten, die sich an dem Bedarf der Schule orientieren und die Möglichkeit eröffnen BNE praktisch zu erleben. Dies kann zum Beispiel ein Schulgarten, eigene Energieprojekte oder ein Wildnis-Biotope sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulische Ausbildungen</strong> sollen in Sachsen-Anhalt grundsätzlich schulgeldfrei angeboten werden. Das Land soll sich für die höhere Attraktivität dieser Ausbildungsberufe für Ausbildungsentgelte einsetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 26 May 2023 14:45:57 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5NEU: Mit voller Kraft in den Kommunalwahlkampf 2024</title>
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                        <author>Landesvorstand (dort beschlossen am: 11.04.2023)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kommunalwahl im Juni 2024 steht vor der Tür. Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt sehen wir die Kommunalwahl 2024 als eine Chance, demokratische und nachhaltige Politik in unseren Gemeinden zu stärken. Darüber hinaus sind sie auch Gradmesser für die darauffolgenden Wahlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Bündnisgrüne stellen uns als Partei für eine demokratische, nachhaltige und solidarische Politik in den Kommunen des Landes zur Wahl. Wir wollen in den Gemeinden, Städten, Ortschaften und Kreisen den ökologischen und sozialen Wandel kraftvoll weiter voranbringen. Dafür werben wir um die Unterstützung und die Stimmen der Bürger*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Bündnisgrüne stehen für starke und solidarische Kommunen. Wir setzen uns für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, den Klimaschutz aber auch die Klimaanpassung ein. Unser Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, in der niemand ausgegrenzt oder an den Rand gedrängt wird. Dabei geht es um so viel mehr als nur darum, wie wir politisch aktiv werden können. Es geht darum, wie wir unsere Gesellschaft mitgestalten. Wie wir unsere direkte Umwelt, den Ort, das Dorf oder den Stadtteil, wo wir leben, lebenswerter machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Ziele als Landesverband für einen erfolgreichen Kommunalwahlkampf 2024 sind klar:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>Wir wollen in allen Wahlbereichen mit grünen Kandidierenden antreten.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Wir wollen die Zeit der Einzelkämpfer*innen überwinden und in allen Kreistagen und Stadträten in Fraktionsstärke Kommunalpolitik voranbringen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Wir wollen vielfältige Kommunalparlamente, insbesondere durch progressive Wahllisten, erreichen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit wir diese Ziele erreichen, haben wir ein Kommunalreferat etabliert, führen regelmäßig Potentialgespräche mit den Kreisvorständen durch und werden im Oktober ein landesweites Rahmenprogramm für die Kommunalwahl beschließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um mehr Frauen, Menschen mit Beeinträchtigungen und junge Menschen für die Kommunalparlamente zu gewinnen, braucht es jedoch neben der direkten Ansprache dieser Personen in unserer Partei auch eine progressive Novellierung des Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (KVG LSA).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Novellierung muss schnellstmöglich erfolgen, damit die Neuerungen schon zur Kommunalwahl – im besten Fall auch schon zu den Aufstellungsversammlungen – in 2024 greifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt fordern wir, dass die Novellierung unbedingt folgende Punkte beinhaltet:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>Die digitale Teilnahme und Abstimmungsmöglichkeit bei Gremiensitzungen aller Kommunalparlamente sollte grundsätzlich ermöglicht werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Die Möglichkeit der Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlichen Mandatsträgerinnen und -träger sollte den Kommunen freigestellt werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Das Wahlalter soll auf 14 Jahre abgesenkt werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p>Die Ladungsfrist für Zweckverbände muss mindestens 4 Wochen betragen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><p>Zusätzlich zur Aufwandsentschädigung können ÖPNV-Tickets an die kommunalen Vertreter*innen kostenfrei ausgehändigt werden.</p></li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gute Lebensbedingungen und positive Perspektiven für Jung und Alt, alle Geschlechter, alle Lebensentwürfe und kulturelle Hintergründe sind möglich und umsetzbar. Dafür braucht es auch eine Repräsentation von allen Gruppen in den Kommunalparlamenten. Damit Frauen, Pflegende aber auch Erziehende an Kommunalpolitik partizipieren können, braucht es die Möglichkeit zu digitalen Fraktionssitzungen, hybride Ausschusssitzungen und auch die Möglichkeit der digitalen Teilnahme an Ratssitzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Herausforderung, Familie, Beruf und Mandat miteinander zu verbinden, wächst mit zunehmender Verantwortung und Komplexität der Kommunalpolitik. Oft hängen wichtige, nicht selten millionenschwere kommunalpolitische Entscheidungen davon ab, ob die Kinderbetreuung kurzfristig ausfällt oder Mandatsträger*innen erkranken und Sitzungen fernbleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im digitalen Zeitalter ist es schwer Bürger*innen zu vermitteln, warum ihre politische Repräsentation von der physischen Anwesenheit der Mandatsträger*innen abhängig ist, statt digitale/hybride Sitzungen zu ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Besonders junge Frauen, Mütter und Familien leiden unter den aktuellen Umständen in der Kommunalpolitik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zur Steigerung der Familienfreundlichkeit, aber auch der Teilhabe aller gehört ferner die Anpassung der Aufwandsentschädigungen für Mandatsträger*innen. Es ist wichtig, dass Kommunalpolitiker*innen angemessen entschädigt werden, damit sie sich voll und ganz auf ihre politische Arbeit konzentrieren können. Die Vorbereitung auf politische Arbeit und die Teilnahme an Sitzungen sollte nicht mit einem erheblichen Einkommensverlust für Kommunalpolitiker*innen einhergehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Aufwandsentschädigungen im Land Sachsen-Anhalt sind insgesamt weit unter dem in anderen Städten und Bundesländern üblichen Umfang. Durch zusätzliche Versteuerung und fortschreitende Inflation in den letzten Jahren ist sie weiter zurückgegangen. Andere Bundesländer, wie z.B. Niedersachsen oder auch Sachsen, haben die Aufwandsentschädigungen und auch die Sitzungsgelder in den letzten Jahren per Gesetz deutlich angehoben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bereits am 28. Juni 2013 haben wir den Parteitagsantrag „Partizipative Jugendpolitik. Junge Menschen stärken ist generationengerecht“ beschlossen. Schon damals haben wir uns für die Öffnung des Wahlrechts für alle Menschen unabhängig von der Staatsbürger*innenschaft sowie die Absenkung des Wahlalters des aktiven Wahlrechts bei Kommunalkommunalwahlen ausgesprochen. Mit diesem Antrag bekräftigen wir unseren Beschluss.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 15 May 2023 13:13:59 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1NEU2: Bildung in Sachsen-Anhalt neu aufstellen – unsere Schulen für morgen gestalten</title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/motion/57927</link>
                        <author>Landesvorstand und LAG Bildung (dort beschlossen am: 11.04.2023)</author>
                        <guid>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/motion/57927</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bildungskrise in Sachsen-Anhalt spitzt sich seit geraumer Zeit zu. Zahlreiche Bildungsgipfel in Bund und Ländern sind wohl neben dem akuten Lehrkräftemangel und dem daraus folgenden Unterrichtsausfall die besten Zeugnisse der akut schwierigen Situation. Und das ist mehr als ein statistisches Problem oder Ausdruck von Organisationsversagen der verantwortlichen Regierungen: Es ist individuell und gesellschaftlich eine schwere Hypothek, wenn Bildung nicht funktioniert. Gute Bildung und gute Bildungschancen für alle sind der Grundstein für die soziale Gerechtigkeit, für soziale Aufstiegsmöglichkeiten und sie sind der wichtigste Motor für gesellschaftlichen Fortschritt. Ohne gute Bildung fehlen Fachkräfte in allen Branchen. Und ohne gute Bildung fehlt die Basis für selbstbestimmte Teilhabe und für Gestaltungskraft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn wir über gute Bildung sprechen, muss das über die Notwendigkeit der Lösung akuter Krisen hinaus diskutiert werden. Selbstverständlich brauchen wir genug Lehrer:innen an allen Schulformen im Land, damit Unterricht und damit Bildung stattfindet. Aber ohne tiefgreifende Veränderungen werden unsere Schulen auch mit mehr Lehrkräften Kinder und Jugendliche nicht auf die Herausforderungen von morgen vorbereiten können. Ohne tiefgreifende Veränderungen werden sich bestehende Chancenungleichheiten nicht abbauen lassen, wird die Zahl der Jugendlichen, die Schulen ohne Abschluss verlassen, nicht sinken. Es braucht in Sachsen-Anhalt den Mut, den aktuellen Druck, der auf der Bildung lastet, für Veränderungen zu nutzen. So gestalten wir unsere Schulen für morgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Längeres gemeinsames Lernen für mehr Bildungsgerechtigkeit und individuelle Förderung. Internationale Studien kommen regelmäßig zu dem Schluss, dass die frühe Aufteilung von Schüler:innen an verschiedene Schulformen zu sozialen Ungerechtigkeiten führen, beziehungsweise diese verstärken. Zudem erreichen Länder ohne frühe Segregation in der Bildung in den PISA-Studien regelmäßig bessere Ergebnisse, als solche mit früher Aufteilung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist also von Vorteil, das gemeinsame längere Lernen zu fördern. Das stärkt die sehr individuellen Bildungsbiografien von dann weniger benachteiligten Kindern. Und es ermöglicht dem Bildungssystem in Sachsen-Anhalt, Talente nicht nur zu entdecken und auszubauen, sondern auch die Förderung auf das Kind auszurichten. Das alles kann zu mehr Schulerfolg führen. Und mehr Schulerfolg, weniger Schulmisserfolg und nachhaltige Hilfe bei der beruflichen Orientierung helfen auch den Unternehmen und Arbeitgebern, die in Sachsen-Anhalt händeringend Fachkräftenachwuchs suchen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für längeres gemeinsames Lernen soll:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Grundschulzeit auf sechs Jahre verlängert werden. Dabei sind vor allem in den letzten Grundschuljahren differenziert ausgebildete Fachlehrer:innen einzusetzen, um dem spezifischeren Lehrstoff dieser Klassenstufen gerecht zu werden. Das Grundschullehramtsstudium muss entsprechend diesen Ansprüchen überarbeitet werden. Zur weiteren Schullaufbahn nach der Grundschule sollen Eltern UND Schüler:innen durch die Lehrkräfte an der Grundschule in der sechsten Klasse beraten werden. Das im Zeugnis dokumentierte Leistungsprofil ist dabei EIN Kriterium dieser Beratung. Diese Beratung muss weiterhin ihren empfehlenden Charakter behalten. Eine verbindliche Schullaufbahnempfehlung lehnen wir ab.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Gemeinschaftsschule als echte Alternative gefördert werden. Sekundarschulen und Gymnasien, die sich zu Gemeinschaftsschulen weiterentwickeln wollen, sollen durch Anreize und konzeptionelle Beratung auf diesem Weg unterstützt werden. Ziel muss eine „Schule für Alle“ mit funktionierende Binnendifferenzierung und Querdurchlässigkeit der Schullaufbahnen sein. Im Idealfall könnten durch Verbünde mit Grundschulen Bildungscampusse entstehen, die Kinder und Jugendliche von der Einschulung bis zu jedem möglichen Schulabschluss durchlaufen können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für <strong>chancengerechte Bildung</strong> in Sachsen-Anhalt müssen alle Schulformen konzeptionell gestärkt<br>
werden. Besonders Sekundarschulen haben im Moment einen schlechten Ruf. Nicht nur ist der<br>
Lehrer:innenmangel an dieser Schulform besonders hoch, durch die Zusammenlegung mit der<br>
Hauptschule hat der eigentlich „mittlere“ Bildungsweg in Sachsen-Anhalt inzwischen das Image<br>
des „geringer qualifizierenden“ Schulzweigs. Dem ist nicht mit dem Zwang einer verbindlichen<br>
Schullaufbahnempfehlung, sondern nur mit besonderen Anstrengungen für eine bessere Qualität<br>
der Sekundarschulen zu begegnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bei allen Maßnahmen zur Lehrkräftegewinnung, Studierendenakquise und modernen Konzepten gegen Unterrichtsausfall müssen Sekundarschulen schwerpunktmäßig betrachtet werden. Dabei sind auch Bildungsbiografien von Menschen, die selbst kein klassisches“ Abitur am Gymnasium abgelegt haben als Ressource einzubeziehen. Lehramts-Studienplätze für Nicht-Abiturienten (zum Beispiel Fachabiturienten oder mit dem Abitur im zweiten Bildungsweg oder mit anderen qualifizierenden Voraussetzungen) können für mehr Lehrkräfte sorgen, die sich auch aus eigener Bildungserfahrung der Sekundarschule zuwenden und dort Vorbild und Identifikationsfigur sein können. Neben der Berufsorientierung muss an Sekundarschulen auch die Vielfalt der möglichen (Aus-)Bildungswege und -stufen nach der Schule einen größeren Raum einnehmen. Das gilt auch umgekehrt für Gymnasien. Hier sollte neben Informationen zum reinen universitären Studium auch zu Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen verpflichtend und umfassend informiert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Entwicklung der Ganztags-Grundschulen muss konzeptionell begleitet werden. Ganztag ist mehr als Schule und Hort. Ganztagsgrundschulen bieten die Chance, formale und nicht formale, schulische und „außerschulische“ Bildung nach modernen lernpsychologischen Erkenntnissen zu rhythmisieren (dabei könnten und sollte auch die Uhrzeit des verbindlichen Unterrichtsbeginns neu gedacht werden – weg von organisatorischen, hin zu Kinder-Bedürfnissen). Auch die Gestaltung von Freizeit und Erholung müssen einen wichtigen Aspekt im Rahmen eines Ganztagsschulsystems spielen. Dabei können Bildungschancen – vor allem im Bereich der nichtformalen Bildung – durch fakultative Angebote von Dritten im allen zugänglichen „Raum Schule“ gerechter verteilt werden. Dazu bedarf es enger Abstimmungen und einer gemeinsamen Struktur von Schulen und Hortträgern und einer lebendigen Kooperation mit freien Trägern der Kinder- und Jugendarbeit, von Kultur, Sport etc. Grundschulen sollen sich dafür auch baulich zu &quot;Lernhäusern&quot; entwickeln. Das Land soll für dieses Ziel ein Konzept zum Beispiel nach dem Vorbild des Münchener Lernhausmodells für alle Grundschulneubauten entwickeln. Auch Familienarbeit und -bildung soll dabei eine Rolle spielen. Auf diese Weise rücken Grundschulen auch wieder ins Zentrum von regionaler Gesellschaft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Für Grundschulen ist in jeder Kommune ein „Grundschulsozialindex“ zu entwickeln. Je nach sozialer Lage werden mehr finanzielle Mittel für Schulen in herausfordernden Lagen eingeplant. „Ungleiches ungleich“ behandeln ist das Motto, um mehr Bildungsgerechtigkeit herzustellen. Eine kommunale Bildungsberichterstattung ist in allen Kommunen vorzunehmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Lehrkräftemangel ist das akuteste Bildungsproblem im Moment und er wird eine Herausforderung bleiben. Auf diese Herausforderung gibt es keine einfache Antwort, schon gar nicht eine, die den Beruf noch unattraktiver macht. Wir schlagen eine Vielzahl von Maßnahmen vor:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>E13/A13 sollte als Einstiegsgehalt für alle Grundschullehrkräfte SOFORT eingeführt werden. Bisher haben wir einen Wettbewerbsnachteil gegenüber all unseren Nachbarbundesländern, die schon seit längerem das höhere Gehalt an ihre Grundschullehrer:innen zahlen. Sachsen-Anhalt kann es sich nicht leisten diesen bis 2025 maximal stückchenweise abzuschmelzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Seiteneinsteiger:innen fördern! Durch Qualifikation soll es ihnen ermöglicht werden, bei Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten Gleichstellung zu den Lehrkräften zu erlangen, die ein Lehramtsstudium absolviert haben. Auch Seiteneinsteiger:innen auf Zeit müssen besser betreut und bezahlt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sonderzuschläge auf das Gehalt von Lehrkräften, wenn diese sich entscheiden, in bestimmten Mangelfächern, Regionen oder Schulformen zu unterrichten oder bestimmte Integrations- und Vielfaltskompetenzen aufweisen. Damit kann eine Lenkungswirkung in genau die Bereiche erreicht werden, in denen der Lehrkräftebedarf am größten ist. Bisher wartet das Land Sachsen-Anhalt ein bis zwei Ausschreibungen, bis die leer gebliebenen Lehrkräftestellen mit Zuschlägen versehen werden. Wir plädieren dafür, dass die Sonderzuschläge von Anfang an für die Bereiche gewährt werden, in denen einen Mangel besteht.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die sinnvolle Integration von Verwaltungspersonal, Schulsozialarbeiter:innen, pädagogischen Fachkräften und Digitalassistent:innen in den Schulalltag, um Lehrkräfte von Aufgaben zu entlasten, die nichts mit dem Unterrichten zu tun haben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Ausbildung von Lehrkräften in Sachsen-Anhalt soll gestärkt werden. Dazu müssen die vorhandenen Potenziale an beiden Universitäten unseres Bundeslandes vollständig genutzt und nicht wie bisher auf einen Standort begrenzt werden. Ein Weg kann die duale Lehrkräfteausbildung sein, durch die die Praxisanteile im Lehramtsstudium erhöht werden und Studierende schneller an konkrete Schulen im Land gebunden werden können. Außerdem ist es sinnvoll, das Lehramtsstudium für die unterschiedlichen Schulformen in ein schulstufen-bezogenes Lehramtsstudium umzuwandeln. Angehende Lehrkräfte würden dann nicht mehr speziell für das Gymnasium, die Sekundarschule oder Grundschule ausgebildet sein, sondern das Lehramtsstudium könnte sich in die Primärstufe, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II gliedern. Und: Die Zugangsvoraussetzungen für das Lehramtsstudium gehören auf den Prüfstand. Ein Numerus Clausus ist kein qualifiziertes Kriterium, um zu erkennen, wer für die Lehrer:innenausbildung geeignet ist. Wir begrüßen den Vorschlag der Landesregierung einen dualen Lehramtsstudiengang an der OvGU einzuführen und ermutigen darüber hinaus zur Durchführung des Pilotprojekts dualem Lehramtsstudium auch &quot;ohne klassisches Abitur&quot; an der Hochschule Anhalt. Ebenfalls sollte das Ein-Fach-Lehramt, oft auch Doppelfach-Lehramt genannt, für die Fächer Kunst, Musik und Sport in Sachsen-Anhalt als zusätzliches Angebot zum bisherigen Lehramtsstudium eingeführt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Etwa zehn Prozent aller Schüler:innen in Sachsen-Anhalt besuchen eine freie Schule. Damit sind die Schulen in freier Trägerschaft ein wichtiger Akteur und müssen Partner unseres Landes im Kampf um bessere Bildung sein. Deshalb dürfen sie nicht länger finanziell schlechter gestellt werden. Das Land sollte sich nicht erst durch Gerichtsurteile zwingen lassen, freie Schulen<br>
auskömmlich zu finanzieren, sondern partnerschaftlich und wertschätzend im Umgang, ihre Leistungen angemessen vergüten. Schulen in freier Trägerschaft sollten einen gleichberechtigten Zugriff auf Förderungen und Finanzierungen durch Land, Bund und die EU erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulsozialarbeit</strong> ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung von Schulerfolg und Teilhabe, zum Abbau von Bildungsungerechtigkeit und für die Bewältigung von Krisensituationen. Schulsozialarbeit funktioniert, wenn sie Stabilität und Verlässlichkeit bietet. Dafür braucht es einen ebenfalls stabilen und verlässlichen Rahmen. Wir fordern deshalb ein Landesprogramm Schulsozialarbeit, das</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unter Beachtung des Grundschulsozialindexes an jeder allgemeinbildenden Schule in Sachsen-Anhalt mindestens eine:n Schulsozialarbeiter:in sichert.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>nach dem Vorbild des sächsischen Landesprogrammes schulgesetzlich verankert die Schulsozialarbeit finanziert. Das Land soll dabei 80 Prozent der Kosten übernehmen, die restlichen 20 Prozent entfallen auf den Schulträger.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die <strong>Digitalisierung </strong>ist mehr als das im Moment omnipräsente Schlagwort. In ihr stecken auch für die Bildung mehr Chancen und Potentiale als Herausforderungen. Und es ist unerlässlich JETZT auch auf digitale Bildung zu setzen, wenn unsere Schüler:innen in der zukünftigen, immer digitalisierteren Welt bestehen können sollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Coronapandemie haben sich, auch wenn viele Schüler:innen in Sachsen-Anhalt davon nicht profitieren konnten, die Möglichkeiten digitaler Lernplattformen für alle gezeigt. Von Videokonferenzen über onlinebasierte Studiengänge bis hin zu Handy-Apps – digitale Anwendungen können Bildung nicht nur in einen anderen Lernraum führen, sie können auch die Art des Lernens, die Orte des Lernens und die Zeiten des Lernens verändern. Nur, wenn wir die darin liegenden Chancen aufgreifen, werden Schüler:innen aus Sachsen-Anhalt ganz vorn dabei sein können, wenn es um die Bildung für morgen geht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Digitalassistent:innen sollen an allen Schulformen Lehrkräfte von der Administrierung der Hardware entlasten, beraten und weiterbilden. Die Administration von Geräten muss dabei vom Land verbindlich und rechtssicher geregelt sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Informatische Bildung, bzw. Informatik als Pflichtfach ab Sekundarstufe l ist auch für Sachsen-Anhalt als Leitfach der digitalen Bildung einzuführen, um Schüler:innen zu kreativem Umgang mit der digitalen Welt zu befähigen, Medienkompetenz zu stärken und ihnen die entsprechenden beruflichen Perspektiven zu eröffnen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>E-Learning-Tools müssen in der Zusammenstellung der Lehrmittel und bei der Entwicklung von Curricula und Unterrichtsinhalten gleichberechtigt betrachtet werden. Sie sind ein wichtiger Baustein für digitale Bildung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Digitale Bildung ist auch selbstbestimmtere Bildung, Schüler:innen sollen schwerpunktmäßig das Selbstlernen erlernen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die digitale Kompetenz und die Digitalvermittlungskompetenz von Lehrenden muss fester Bestandteil der Lehramtsausbildung sein. Für Bestandspersonal sind Fortbildungen im Umgang mit digitalen Lehrkomponenten unerlässlich.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Pandemie hat auch Kinder in den Blick gerückt, für die ein normaler Schulbesuch wenig oder nur unter großer Gefahr möglich ist. Für diese gefährdeten oder kranken Kinder war das Distanzlernen ebenso eine Chance auf sicheren Unterricht, wie es für deutsche Kinder im Ausland oder Kinder von Schaustellerfamilien eine Chance auf kontinuierlichen Unterricht sein kann. Auch hier bieten sich mit digitalen Plattformen gute Möglichkeiten. Langfristig soll Sachsen-Anhalt, gemeinsam mit den anderen Bundesländern, eine Digitale Schule entwickeln und errichten, die von der ersten Klasse bis zum mittleren Schulabschluss geregelten Online-Unterricht für alle Kinder bietet, die begründbar nicht an „klassischem Schulunterricht“ teilnehmen können. Ebenso kann eine solche Digitale Schule ersatzweise Unterricht bieten, wenn Kinder zum Beispiel im Krankenhaus oder während eines Kuraufenthaltes nicht zur Schule gehen können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schülerinnen und Schüler verbringen nicht nur einen großen Teil des Tages, sondern auch viel Lebenszeit in der Schule. Zum Glück sind Schulen heute nicht mehr die Paukanstalten früherer Jahrhunderte. Schule ist heute ein Lebensort. Das gilt auch für Lehrer:innen, Schulpersonal und Familien. Schulen als Orte des Zusammenlebens sind auch Probier- und Lernorte für Demokratie und Gesellschaft. Sie müssen angstfreie Räume für alle sein und Platz bieten für Persönlichkeitsentwicklung auch jenseits der formalen schulischen Bildung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Dafür muss sich an Schulen die Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegeln. Diskriminierungssensibel sollen sie Orte sein, an denen Menschenfeindlichkeit keinen Platz hat. Die Stärkung der Kompetenzen von bereits ausgebildeten und angehenden Lehrer:innen in den Bereichen Kultursensibilität und Geschlechtervielfalt ist dabei ebenso wichtig, wie der Einsatz mobiler Beratungsteams, besonders für die ländlichen Räume.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Im Landesschulamt soll eine Anti-Bias-Stelle alle Lehr- und Lernmittel auf diskriminierende Darstellungen untersuchen. Es fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wenn in Sachsen-Anhalt Klischees und Vorurteile nicht reproduziert werden, und stattdessen nur diskriminierungsfreie Lernmaterialien zum Einsatz kommen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Spracherwerb ist der Schlüssel zur Integration. Deshalb sollen DAZ- Lehrkräfte regelhaft an allen Schulen Kinder unterstützen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Des Weiteren sollen alle Lehrkräfte regelhaft an allen Schulen im Umzug mit lebendweltlicher Mehrsprachirgkeit fortgebildet werden. Der Raum für den Einbezug von Mehrsprachigkeit in den Unterricht sollte geöffnet werden. Das Land sollte Unterrichtsangebote für Herkunftssprachen schaffen und diese nicht an an ehrenamtliche Strukturen auslagern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Angstfreie Schulen sind Mobbing-freie Schulen. Wir wollen, dass das Land den Einsatz gegen Mobbing verstärkt und Anti-Mobbing-Initiativen an Schulen unterstützt und fördert.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schulen sollen Probier- und Erlebnisraum für Demokratie sein. Wer schon in jungen Jahren demokratische Teilhabe und Selbstwirksamkeit erlebt, ist später weniger empfänglich für Populismus und Hetze. Für Demokratie begeistern gelingt am besten im Tun. Deshalb soll die Vermittlung von Demokratieverständnis fächerübergreifendes Prinzip an unseren Schulen sein. Schüler:innen sollen gefragt werden und mitbestimmen können. Wirklich und wirksam. Ein Schritt dazu ist die Einführung der Drittelparität in den Schulkonferenzen. Das Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist eine in Sachsen-Anhalt breit getragene Struktur mit zahlreichen Projekten zur Demokratieförderung. Es ist notwendig die das Netzwerk koordinierenden Strukturen dem immer weiterwachsenden Netz anzupassen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schule als Orte, die Gesellschaft abbilden, bedeutet auch „Schule für Alle“ sein. Das in Sachsen-Anhalt fest etablierte und kaum hinterfragte Förderschulsystem verhindert aber Inklusion. Das ist besonders problematisch, da die UN-Behindertenrechtskonvention uns, auch in Sachsen- Anhalt, zu inklusiver Bildung und Teilhabe verpflichtet. Für die überdurchschnittlich hohe Zahl von Förderschüler:innen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ oder „Geistige Entwicklung“ in Sachsen-Anhalt gibt es noch keine gute Erklärung. Sie ist aber bedenklich, zumal dort keine Schulabschlüsse erworben werden können. Selbstverständlich braucht es für gelingende Inklusion an Regelschulen konsequente strukturelle Veränderungen. Besondere Förderung und Betreuung sind aber auch dort möglich, wenn die bisher an den Förderschulen tätigen Fachkräfte gemeinsam mit den Schüler:innen ins Regelschulsystem wechseln. Frühförderstätten und Förderzentren kommt auch bei gelebter Inklusion ein hoher Stellenwert zu.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch baulich müssen unsere Schulen für inklusive Beschulung fit gemacht werden. Im Landesschulbauprogramm müssen entsprechende Standards für Neu-, Aus- und Umbau und Renovierung verankert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) muss ein fächerübergreifendes Lehrziel sein. Schulen sollten Zugang zu langfristigen Projektflächen erhalten, die sich an dem Bedarf der Schule orientieren und die Möglichkeit eröffnen BNE praktisch zu erleben. Dies kann zum Beispiel ein Schulgarten, eigene Energieprojekte oder ein Wildnis-Biotope sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulische Ausbildungen</strong> sollen in Sachsen-Anhalt grundsätzlich schulgeldfrei angeboten werden. Das Land soll sich für die höhere Attraktivität dieser Ausbildungsberufe für Ausbildungsentgelte einsetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 05 May 2023 23:25:56 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4NEU: LKW-Maut auf Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen in Sachsen-Anhalt</title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/lkw-maut-auf-landesstrassen-in-sachsen-anhalt-56988</link>
                        <author>Cornelia Lüddemann (KV Dessau-Roßlau)</author>
                        <guid>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/lkw-maut-auf-landesstrassen-in-sachsen-anhalt-56988</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt setzen sich für klimafreundliche Mobilität ein. Dazu gehört, Gütertransporte auf der Schiene zu stärken und Transporte auf Straßen per LKW zurückzudrängen. Desweiteren sollen die Verursacher von Schäden an Infrastruktur (Straßen und Brücken) an den Instandsetzungs- und Erhaltungskosten beteiligt werden. Ein Mittel, um den Güterverkehr auf der Straße unattraktiv zu machen, ist die Einführung einer Maut auf Landes-, Kreis und Gemeindestraßen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese soll analog zur LKW-Maut auf Bundesfernstraßen (Autobahnen und Bundesstraßen) via Mautsystem Gebühren für die Nutzung von Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen festgeschrieben werden. Die Einnahmen sollen prioritär in die Instandsetzung und Erhaltungder Landes-, Kreis und Gemeindestraßen, den Ausbau der Radinfrastruktur und den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (Bahn-Bus-Landesnetz) investiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zudem soll sich das Land Sachsen-Anhalt auf Bundesebene für ein bundesweit einheitliches Mautsystem für Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen einzusetzen und eine entsprechende Initiative in den Bundesrat einbringen bzw. unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Warum ist uns eine LKW-Maut so wichtig?</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>LKW-Verkehre auf unseren Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen – Ausmaß und Auswirkungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Straßen im Land sind vielfach im schlechten Zustand. Sanierungsbedürftig waren im Jahr 2017 41,5 % der Landesstraßen, das sind ca. 1.660 km. Für weitere 747 km Landesstraßen, das sind 18,6 %, ist eine intensivere Beobachtung nötig. Auch um viele Brücken im Zuge von Landesstraßen steht es nicht besonders gut, da rund 15 % der 742 Brücken im Zuge vonLandesstraßen in einem problematischen Zustand sind, der von „nicht ausreichend“ bis „ungenügend“ reicht. Entsprechend der aktuellen Bauwerksprüfungen im März 2023. Für ein Flächenland ist eine funktionsfähige Infrastruktur essentiell für die Sicherung der Mobilität. Busse und E-Autos, Car-Sharing Ansätze, Rettungswagen und natürlich PKWs sind auf sichere, funktionsfähige Straßen angewiesen. Für die Kreis- und Gemeindestraßen existieren derartige statistische Angaben nicht. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass es um diese Straßenkategorien nicht besser gestellt ist. Eher das Gegenteil ist zu erwarten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Grund für zunehmende Straßenschäden ist die Intensivierung des LKW-Verkehrs. Neben der Witterung der entscheidende Faktor für Qualitätsverschlechterungen der Bausubstanz. Auf den am stärksten belasteten Landesstraßen fahren weit über 1.200 Fahrzeuge des Schwerverkehrs (wie z. B. auf der L 143 bei Landsberg) und das pro Tag. Dabei belastet ein schwerer LKW die Fahrbahn mit dem 165-fachen eines PKW. Nicht nur verursacht der LKW-Verkehr direkte Schäden an der Fahrbahndecke, sondern das sogenannte Rutting, ein Nachschwingen des Bodens unter Last, das sich wellenförmig ausbreitet, führt auch zu Schäden im Untergrund, etwa bei Versorgungsleitungen und der Kanalisation. Gerade bei Ortsdurchfahrten führt der LKW-Verkehr auch zu Schäden an Gehwegen und anliegenden Gebäuden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Letztlich beruht das Geschäftsmodell von Speditionen darauf, öffentliche Infrastruktur – insbesondere eben Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen – kostenfrei zu nutzen und damit zu verschleißen. Im Gegensatz dazu ist für jede Zugfahrt im Schiennetz ein Trassenpreis zu zahlen. Öffentliche Mittel, die Gelder aller Menschen, werden dann eingesetzt, um eben jene Straßen wieder in Schuss zu bringen auch für den LKW-Verkehr, die zuvor von eben diesen LKWs in Grund und Boden gefahren wurden. Diese einseitige Subventionierung des LKW-Verkehrs muss nun beendet werden. Es muss für die Speditionswirtschaft attraktiver werden, auf den Kombinierten Verkehr zu setzen und es darf eben nicht sein, dass man einen schweren LKW konstengünstiger als per Schiene quer durch das Land fahren zu lassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den Landeshaushalten seit 2020 standen jeweils rund 85 Millionen Euro pro Jahr für die Landesstraßen bereit (Für Kreis- und Gemeindestraßen liegen keine Zahlen vor). Hauptsächlich für die Instandsetzung. Aufsummiert in nur drei Jahren: 255 Millionen Euro. Gemäß Strategie Landesstraßenbau 2030 ist auch für die kommenden Jahre mindestens diese Summe avisiert. Und dies vor dem Hintergrund eines stets engen finanziellen Handlungsspielraum des Landes, der sich in chronischer Unterfinanzierung von Radwegebau und ÖPNV manifestiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>LKW-Maut als Anreiz für die Mobilitätswende</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eingedenk dieses Sachstandes gilt es das Verursacherprinzip zu stärken. Wer die Straßen übermäßig stark abnutzt, ist entsprechend auch zur Kasse zu bitten. Damit nicht einseitig die öffentliche Hand für Schäden an unseren Straßen aufkommen muss, die wesentlich von privaten Unternehmen verursacht werden. Hinzu kommt das übergreifende Anliegen einer dringend nötigen Mobilitätswende. Dafür braucht es vermehrt Gelder für den Ausbau der Radwege an Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen und für die Ausweitung des ÖPNV-Angebots.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Mittel der Wahl für diese Zielstellungen ist die Einführung einer LKW-Maut für Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen. Auf Bundeseben für Bundesfernstraßen (Autobahnen und Bundesstraßen) gängige Praxis. Formal möglich auch auf Landesebene durch Verabschiedung eines entsprechenden Landesgesetzes. Die Einnahmen einer solchen Landesmaut sollen neben der Instandsetzung und Erhaltung der Landes-, Kreis und Gemeindestraßen auch dem weiteren Ausbau des Radwegenetzes und dem Ausbau des ÖPNV dienen. Etwa dem Bahn-Bus Landesnetz. Ausgeschlossen gehört die Nutzung der Gelder für Straßenneubau und -umbau / Kapazitätserweiterung. Wir haben im Land genügend Straßen. Es gilt diese in gutem Zustand zu erhalten.<br><br>
Die LKW-Maut sollte nicht nur auf Landesstraßen ausgeweitet werden, sondern auch auf alle anderen Straßenklassen in Sachsen-Anhalt, insbesondere weil:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>die Landesstraßen nicht gesondert beschildert sind und für Verkehrsteilnehmende (z. B. aus anderen Bundesländern) die Fahrt auf einer Landesstraße nicht erkennbar ist. Ortskundige würden dann ggf. über Kreis- und Gemeindestraßen ausweichen</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>es technischer einfacher ist, z. B. über Geofencing, festzustellen, ob ein LKW innerhalb von Sachsen-Anhalt fährt oder nicht. Die Feststellung einer Fahrt auf einer Landesstraße, ist technisch nicht ganz trivial</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>die drei kreisfreien Städte und alle Städte über 50.000 Einwohner nichts von der Maut auf Landesstraßen haben werden, da diese gemäß §42 StrG LSA selbst innerhalb der Ortsdurchfahrten für die Landesstraßen zuständig sind, aber gerade dort sehen die Straßen nicht besonders gut aus.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn man die Maut für alle Straßen innerhalb von Sachsen-Anhalt erheben würde, also auch auf Kreis- und Gemeindestraßen, dann werden alle kommunalen Gebietskörperschaften davon profitieren.<br><br>
Neben dem fiskalischen Anliegen insbesondere die Sanierungskosten gerechter zu verteilen und der öffentlichen Hand damit mehr Spielraum bei Infrastrukturmaßnahmen des Umweltverbundes zu eröffnen, ist das Anliegen auch getragen von dem Ziel eines sozialökologischen Umbaus der Verkehrs- und Wirtschaftsstruktur. Die LKW-Maut auch auf Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen kann regionale Wirtschaftskreisläufe stärken. Auch können Speditionen zu weiteren Effizienzsteigerungen geneigt sein und Fahrten noch besser abzustimmen und zu bündeln. Anreize für weniger und kürzeren LKW-Verkehr sind dringend nötig. Nur so kann die Verlagerung auf die Schiene klappen. Nur so können wir zu einem Verkehrssektor gelangen, der seine Klimaziele einhält. Und nur weniger LKW-Verkehr ist die nachhaltige Lösung für das Problem der massiven Lärmbelastung in zahlreichen Gemeinden in Sachsen-Anhalt. Teure und flächenfressende Umgehungsstraßen heilen nur Symptome. Es braucht nicht mehr Umgehungsstraßen, sondern schlicht weniger LKW-Verkehr. Auch dazu kann eine LKW-Maut beitragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Nebeneffekt wird so der Anreiz für Ausweichverkehre der LKW-Maut auf Bundesfernstraßen verhindert. Wenn alle Straßen im Land kostenpflichtig sind, lohnt es sich nicht mehr Bundesautobahnen ggf. mittels Landesstraßen zu umfahren. Auch dies kann die Verkehrslast in unseren Gemeinden reduzieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Wahrscheinlichkeit und Intensität solcher Ausweichverkehre ist die auf Bundesebene angekündigte Ausweitung und Erhöhung der LKW-Maut im Rahmen des Modernisierungspaketes für Klimaschutz und Planungsbeschleunigung des Koalitionsauschusses. Gleichzeitig zeigt die Erhöhung der LKW-Maut auf 200 Euro pro Tonne CO₂, die Ausweitung auf 3,5t LKWs und die Öffnung der Mittelverwendung für den Schienenverkehr den übergreifenden politischen Konsens zur Nutzung einer LKW-Maut. Eine solche Maut auf Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen flankiert und unterstützt damit eine bundespolitische Initiative.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 04 May 2023 19:50:51 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1NEU: Bildung in Sachsen-Anhalt neu aufstellen – unsere Schulen für morgen gestalten</title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/motion/57874</link>
                        <author>Landesvorstand und LAG Bildung (dort beschlossen am: 11.04.2023)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bildungskrise in Sachsen-Anhalt spitzt sich seit geraumer Zeit zu. Zahlreiche Bildungsgipfel in Bund und Ländern sind wohl neben dem akuten Lehrkräftemangel und dem daraus folgenden Unterrichtsausfall die besten Zeugnisse der akut schwierigen Situation. Und das ist mehr als ein statistisches Problem oder Ausdruck von Organisationsversagen der verantwortlichen Regierungen: Es ist individuell und gesellschaftlich eine schwere Hypothek, wenn Bildung nicht funktioniert. Gute Bildung und gute Bildungschancen für alle sind der Grundstein für die soziale Gerechtigkeit, für soziale Aufstiegsmöglichkeiten und sie sind der wichtigste Motor für gesellschaftlichen Fortschritt. Ohne gute Bildung fehlen Fachkräfte in allen Branchen. Und ohne gute Bildung fehlt die Basis für selbstbestimmte Teilhabe und für Gestaltungskraft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn wir über gute Bildung sprechen, muss das über die Notwendigkeit der Lösung akuter Krisen hinaus diskutiert werden. Selbstverständlich brauchen wir genug Lehrer:innen an allen Schulformen im Land, damit Unterricht und damit Bildung stattfindet. Aber ohne tiefgreifende Veränderungen werden unsere Schulen auch mit mehr Lehrkräften Kinder und Jugendliche nicht auf die Herausforderungen von morgen vorbereiten können. Ohne tiefgreifende Veränderungen werden sich bestehende Chancenungleichheiten nicht abbauen lassen, wird die Zahl der Jugendlichen, die Schulen ohne Abschluss verlassen, nicht sinken. Es braucht in Sachsen-Anhalt den Mut, den aktuellen Druck, der auf der Bildung lastet, für Veränderungen zu nutzen. So gestalten wir unsere Schulen für morgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Längeres gemeinsames Lernen für mehr Bildungsgerechtigkeit und individuelle Förderung. Internationale Studien kommen regelmäßig zu dem Schluss, dass die frühe Aufteilung von Schüler:innen an verschiedene Schulformen zu sozialen Ungerechtigkeiten führen, beziehungsweise diese verstärken. Zudem erreichen Länder ohne frühe Segregation in der Bildung in den PISA-Studien regelmäßig bessere Ergebnisse, als solche mit früher Aufteilung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist also von Vorteil, das gemeinsame längere Lernen zu fördern. Das stärkt die sehr individuellen Bildungsbiografien von dann weniger benachteiligten Kindern. Und es ermöglicht dem Bildungssystem in Sachsen-Anhalt, Talente nicht nur zu entdecken und auszubauen, sondern auch die Förderung auf das Kind auszurichten. Das alles kann zu mehr Schulerfolg führen. Und mehr Schulerfolg, weniger Schulmisserfolg und nachhaltige Hilfe bei der beruflichen Orientierung helfen auch den Unternehmen und Arbeitgebern, die in Sachsen-Anhalt händeringend Fachkräftenachwuchs suchen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für längeres gemeinsames Lernen soll:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Grundschulzeit auf sechs Jahre verlängert werden. Dabei sind vor allem in den letzten Grundschuljahren differenziert ausgebildete Fachlehrer:innen einzusetzen, um dem spezifischeren Lehrstoff dieser Klassenstufen gerecht zu werden. Das Grundschullehramtsstudium muss entsprechend diesen Ansprüchen überarbeitet werden. Zur weiteren Schullaufbahn nach der Grundschule sollen Eltern UND Schüler:innen durch die Lehrkräfte an der Grundschule in der sechsten Klasse beraten werden. Das im Zeugnis dokumentierte Leistungsprofil ist dabei EIN Kriterium dieser Beratung. Diese Beratung muss weiterhin ihren empfehlenden Charakter behalten. Eine verbindliche Schullaufbahnempfehlung lehnen wir ab.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Gemeinschaftsschule als echte Alternative gefördert werden. Sekundarschulen und Gymnasien, die sich zu Gemeinschaftsschulen weiterentwickeln wollen, sollen durch Anreize und konzeptionelle Beratung auf diesem Weg unterstützt werden. Ziel muss eine „Schule für Alle“ mit funktionierende Binnendifferenzierung und Querdurchlässigkeit der Schullaufbahnen sein. Im Idealfall könnten durch Verbünde mit Grundschulen Bildungscampusse entstehen, die Kinder und Jugendliche von der Einschulung bis zu jedem möglichen Schulabschluss durchlaufen können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für <strong>chancengerechte Bildung</strong> in Sachsen-Anhalt müssen alle Schulformen konzeptionell gestärkt<br>
werden. Besonders Sekundarschulen haben im Moment einen schlechten Ruf. Nicht nur ist der<br>
Lehrer:innenmangel an dieser Schulform besonders hoch, durch die Zusammenlegung mit der<br>
Hauptschule hat der eigentlich „mittlere“ Bildungsweg in Sachsen-Anhalt inzwischen das Image<br>
des „geringer qualifizierenden“ Schulzweigs. Dem ist nicht mit dem Zwang einer verbindlichen<br>
Schullaufbahnempfehlung, sondern nur mit besonderen Anstrengungen für eine bessere Qualität<br>
der Sekundarschulen zu begegnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bei allen Maßnahmen zur Lehrkräftegewinnung, Studierendenakquise und modernenKonzepten gegen Unterrichtsausfall müssen Sekundarschulen schwerpunktmäßigbetrachtet werden. Dabei sind auch Bildungsbiografien von Menschen, die selbst kein klassisches“ Abitur am Gymnasium abgelegt haben als Ressource einzubeziehen. Lehramts-Studienplätze für Nicht-Abiturienten (zum Beispiel Fachabiturienten oder mit dem Abitur im zweiten Bildungsweg oder mit anderen qualifizierenden Voraussetzungen) können für mehr Lehrkräfte sorgen, die sich auch aus eigener Bildungserfahrung derSekundarschule zuwenden und dort Vorbild und Identifikationsfigur sein können. Nebender Berufsorientierung muss an Sekundarschulen auch die Vielfalt der möglichen (Aus-)Bildungswege und -stufen nach der Schule einen größeren Raum einnehmen. Das gilt auch umgekehrt für Gymnasien. Hier sollte neben Informationen zum reinen universitären Studium auch zu Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen verpflichtend und umfassend informiert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Entwicklung der Ganztags-Grundschulen muss konzeptionell begleitet werden. Ganztag ist mehr als Schule und Hort. Ganztagsgrundschulen bieten die Chance, formale und nicht formale, schulische und „außerschulische“ Bildung nach modernen lernpsychologischen Erkenntnissen zu rhythmisieren (dabei könnten und sollte auch die Uhrzeit des verbindlichen Unterrichtsbeginns neu gedacht werden – weg von organisatorischen, hin zu Kinder-Bedürfnissen). Auch die Gestaltung von Freizeit und Erholung müssen einen wichtigen Aspekt im Rahmen eines Ganztagsschulsystems spielen. Dabei können Bildungschancen – vor allem im Bereich der nichtformalen Bildung – durch fakultative Angebote von Dritten im allen zugänglichen „Raum Schule“ gerechter verteilt werden. Dazu bedarf es enger Abstimmungen und einer gemeinsamen Struktur von Schulen und Hortträgern und einer lebendigen Kooperation mit freien Trägern der Kinder- und Jugendarbeit, von Kultur, Sport etc. Grundschulen sollen sich dafür auch baulich zu &quot;Lernhäusern&quot; entwickeln. Das Land soll für dieses Ziel ein Konzept zum Beispiel nach dem Vorbild des Münchener Lernhausmodells für alle Grundschulneubauten entwickeln. Auch Familienarbeit und -bildung soll dabei eine Rolle spielen. Auf diese Weise rücken Grundschulen auch wieder ins Zentrum von regionaler Gesellschaft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Für Grundschulen ist in jeder Kommune ein „Grundschulsozialindex“ zu entwickeln. Je nach sozialer Lage werden mehr finanzielle Mittel für Schulen in herausfordernden Lagen eingeplant. „Ungleiches ungleich“ behandeln ist das Motto, um mehr Bildungsgerechtigkeit herzustellen. Eine kommunale Bildungsberichterstattung ist in allen Kommunen vorzunehmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Lehrkräftemangel ist das akuteste Bildungsproblem im Moment und er wird eine Herausforderung bleiben. Auf diese Herausforderung gibt es keine einfache Antwort, schon gar nicht eine, die den Beruf noch unattraktiver macht. Wir schlagen eine Vielzahl von Maßnahmen vor:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>E13/A13 sollte als Einstiegsgehalt für alle Grundschullehrkräfte SOFORT eingeführt werden. Bisher haben wir einen Wettbewerbsnachteil gegenüber all unseren Nachbarbundesländern, die schon seit längerem das höhere Gehalt an ihre Grundschullehrer:innen zahlen. Sachsen-Anhalt kann es sich nicht leisten diesen bis 2025 maximal stückchenweise abzuschmelzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Seiteneinsteiger:innen fördern! Durch Qualifikation soll es ihnen ermöglicht werden, bei Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten Gleichstellung zu den Lehrkräften zu erlangen, die ein Lehramtsstudium absolviert haben. Auch Seiteneinsteiger:innen auf Zeit müssen besser betreut und bezahlt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sonderzuschläge auf das Gehalt von Lehrkräften, wenn diese sich entscheiden, in bestimmten Mangelfächern, Regionen oder Schulformen zu unterrichten oder bestimmte Integrations- und Vielfaltskompetenzen aufweisen. Damit kann eine Lenkungswirkung in genau die Bereiche erreicht werden, in denen der Lehrkräftebedarf am größten ist. Bisher wartet das Land Sachsen-Anhalt ein bis zwei Ausschreibungen, bis die leer gebliebenen Lehrkräftestellen mit Zuschlägen versehen werden. Wir plädieren dafür, dass die Sonderzuschläge von Anfang an für die Bereiche gewährt werden, in denen einen Mangel besteht.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die sinnvolle Integration von Verwaltungspersonal, Schulsozialarbeiter:innen, pädagogischen Fachkräften und Digitalassistent:innen in den Schulalltag, um Lehrkräfte von Aufgaben zu entlasten, die nichts mit dem Unterrichten zu tun haben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Ausbildung von Lehrkräften in Sachsen-Anhalt soll gestärkt werden. Dazu müssen die vorhandenen Potenziale an beiden Universitäten unseres Bundeslandes vollständig genutzt und nicht wie bisher auf einen Standort begrenzt werden. Ein Weg kann die duale Lehrkräfteausbildung sein, durch die die Praxisanteile im Lehramtsstudium erhöht werden und Studierende schneller an konkrete Schulen im Land gebunden werden können. Außerdem ist es sinnvoll, das Lehramtsstudium für die unterschiedlichen Schulformen in ein schulstufen-bezogenes Lehramtsstudium umzuwandeln. Angehende Lehrkräfte würden dann nicht mehr speziell für das Gymnasium, die Sekundarschule oder Grundschule ausgebildet sein, sondern das Lehramtsstudium könnte sich in die Primärstufe, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II gliedern. Und: Die Zugangsvoraussetzungen für das Lehramtsstudium gehören auf den Prüfstand. Ein Numerus Clausus ist kein qualifiziertes Kriterium, um zu erkennen, wer für die Lehrer:innenausbildung geeignet ist. Wir begrüßen den Vorschlag der Landesregierung einen dualen Lehramtsstudiengang an der OvGU einzuführen und ermutigen darüber hinaus zur Durchführung des Pilotprojekts dualem Lehramtsstudium auch &quot;ohne klassisches Abitur&quot; an der Hochschule Anhalt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Etwa zehn Prozent aller Schüler:innen in Sachsen-Anhalt besuchen eine freie Schule. Damit sind die Schulen in freier Trägerschaft ein wichtiger Akteur und müssen Partner unseres Landes im Kampf um bessere Bildung sein. Deshalb dürfen sie nicht länger finanziell schlechter gestellt werden. Das Land sollte sich nicht erst durch Gerichtsurteile zwingen lassen, freie Schulen<br>
auskömmlich zu finanzieren, sondern partnerschaftlich und wertschätzend im Umgang, ihre Leistungen angemessen vergüten. Schulen in freier Trägerschaft sollten einen gleichberechtigten Zugriff auf Förderungen und Finanzierungen durch Land, Bund und die EU erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulsozialarbeit</strong> ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung von Schulerfolg und Teilhabe, zum Abbau von Bildungsungerechtigkeit und für die Bewältigung von Krisensituationen. Schulsozialarbeit funktioniert, wenn sie Stabilität und Verlässlichkeit bietet. Dafür braucht es einen ebenfalls stabilen und verlässlichen Rahmen. Wir fordern deshalb ein Landesprogramm Schulsozialarbeit, das</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unter Beachtung des Grundschulsozialindexes an jeder allgemeinbildenden Schule in Sachsen-Anhalt mindestens eine:n Schulsozialarbeiter:in sichert.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>nach dem Vorbild des sächsischen Landesprogrammes schulgesetzlich verankert die Schulsozialarbeit finanziert. Das Land soll dabei 80 Prozent der Kosten übernehmen, die restlichen 20 Prozent entfallen auf den Schulträger.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die <strong>Digitalisierung </strong>ist mehr als das im Moment omnipräsente Schlagwort. In ihr stecken auch für die Bildung mehr Chancen und Potentiale als Herausforderungen. Und es ist unerlässlich JETZT auch auf digitale Bildung zu setzen, wenn unsere Schüler:innen in der zukünftigen, immer digitalisierteren Welt bestehen können sollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Coronapandemie haben sich, auch wenn viele Schüler:innen in Sachsen-Anhalt davon nicht profitieren konnten, die Möglichkeiten digitaler Lernplattformen für alle gezeigt. Von Videokonferenzen über onlinebasierte Studiengänge bis hin zu Handy-Apps – digitale Anwendungen können Bildung nicht nur in einen anderen Lernraum führen, sie können auch die Art des Lernens, die Orte des Lernens und die Zeiten des Lernens verändern. Nur, wenn wir die darin liegenden Chancen aufgreifen, werden Schüler:innen aus Sachsen-Anhalt ganz vorn dabei sein können, wenn es um die Bildung für morgen geht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Digitalassistent:innen sollen an allen Schulformen Lehrkräfte von der Administrierung der Hardware entlasten, beraten und weiterbilden. Die Administration von Geräten muss dabei vom Land verbindlich und rechtssicher geregelt sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>E-Learning-Tools müssen in der Zusammenstellung der Lehrmittel und bei der Entwicklung von Curricula und Unterrichtsinhalten gleichberechtigt betrachtet werden. Sie sind ein wichtiger Baustein für digitale Bildung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Digitale Bildung ist auch selbstbestimmtere Bildung, Schüler:innen sollen schwerpunktmäßig das Selbstlernen erlernen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die digitale Kompetenz und die Digitalvermittlungskompetenz von Lehrenden muss fester Bestandteil der Lehramtsausbildung sein. Für Bestandspersonal sind Fortbildungen im Umgang mit digitalen Lehrkomponenten unerlässlich.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Pandemie hat auch Kinder in den Blick gerückt, für die ein normaler Schulbesuch wenig oder nur unter großer Gefahr möglich ist. Für diese gefährdeten oder kranken Kinder war das Distanzlernen ebenso eine Chance auf sicheren Unterricht, wie es für deutsche Kinder im Ausland oder Kinder von Schaustellerfamilien eine Chance auf kontinuierlichen Unterricht sein kann. Auch hier bieten sich mit digitalen Plattformen gute Möglichkeiten. Langfristig soll Sachsen-Anhalt, gemeinsam mit den anderen Bundesländern, eine Digitale Schule entwickeln und errichten, die von der ersten Klasse bis zum mittleren Schulabschluss geregelten Online-Unterricht für alle Kinder bietet, die begründbar nicht an „klassischem Schulunterricht“ teilnehmen können. Ebenso kann eine solche Digitale Schule ersatzweise Unterricht bieten, wenn Kinder zum Beispiel im Krankenhaus oder während eines Kuraufenthaltes nicht zur Schule gehen können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schülerinnen und Schüler verbringen nicht nur einen großen Teil des Tages, sondern auch viel Lebenszeit in der Schule. Zum Glück sind Schulen heute nicht mehr die Paukanstalten früherer Jahrhunderte. Schule ist heute ein Lebensort. Das gilt auch für Lehrer:innen, Schulpersonal und Familien. Schulen als Orte des Zusammenlebens sind auch Probier- und Lernorte für Demokratie und Gesellschaft. Sie müssen angstfreie Räume für alle sein und Platz bieten für Persönlichkeitsentwicklung auch jenseits der formalen schulischen Bildung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Dafür muss sich an Schulen die Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegeln. Diskriminierungssensibel sollen sie Orte sein, an denen Menschenfeindlichkeit keinen Platz hat. Die Stärkung der Kompetenzen von bereits ausgebildeten und angehenden Lehrer:innen in den Bereichen Kultursensibilität und Geschlechtervielfalt ist dabei ebenso wichtig, wie der Einsatz mobiler Beratungsteams, besonders für die ländlichen Räume.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Im Landesschulamt soll eine Anti-Bias-Stelle alle Lehr- und Lernmittel auf diskriminierende Darstellungen untersuchen. Es fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wenn in Sachsen-Anhalt Klischees und Vorurteile nicht reproduziert werden, und stattdessen nur diskriminierungsfreie Lernmaterialien zum Einsatz kommen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Spracherwerb ist der Schlüssel zur Integration. Deshalb sollen DAZ- Lehrkräfte regelhaft an allen Schulen Kinder unterstützen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Des Weiteren sollen alle Lehrkräfte regelhaft an allen Schulen im Umzug mit lebendweltlicher Mehrsprachirgkeit fortgebildet werden. Der Raum für den einbezug von Mehrsprachigkeit in den Unterricht sollte geöffnet werden. Das Land sollte Unterrichtsangebote für Herkunftssprachen schaffen und diese nicht an an ehrenamtliche Strukturen auslagern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Angstfreie Schulen sind Mobbing-freie Schulen. Wir wollen das das Land den Einsatz gegen Mobbing verstärkt und Anti-Mobbing-Initiativen an Schulen unterstützt und fördert.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schulen sollen Probier- und Erlebnisraum für Demokratie sein. Wer schon in jungen Jahren demokratische Teilhabe und Selbstwirksamkeit erlebt, ist später weniger empfänglich für Populismus und Hetze. Für Demokratie begeistern gelingt am besten im Tun. Deshalb soll die Vermittlung von Demokratieverständnis fächerübergreifendes Prinzip an unseren Schulen sein. Schüler:innen sollen gefragt werden und mitbestimmen können. Wirklich und wirksam. Ein Schritt dazu ist die Einführung der Drittelparität in den Schulkonferenzen. Das Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist eine in Sachsen-Anhalt breit getragene Struktur mit zahlreichen Projekten zur Demokratieförderung. Es ist notwendig die das Netzwerk koordinierenden Strukturen dem immer weiterwachsenden Netz anzupassen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schule als Orte, die Gesellschaft abbilden, bedeutet auch „Schule für Alle“ sein. Das in Sachsen-Anhalt fest etablierte und kaum hinterfragte Förderschulsystem verhindert aber Inklusion. Das ist besonders problematisch, da die UN-Behindertenrechtskonvention uns, auch in Sachsen- Anhalt, zu inklusiver Bildung und Teilhabe verpflichtet. Für die überdurchschnittlich hohe Zahl von Förderschüler:innen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ oder „Geistige Entwicklung“ in Sachsen-Anhalt gibt es noch keine gute Erklärung. Sie ist aber bedenklich, zumal dort keine Schulabschlüsse erworben werden können. Selbstverständlich braucht es für gelingende Inklusion an Regelschulen konsequente strukturelle Veränderungen. Besondere Förderung und Betreuung sind aber auch dort möglich, wenn die bisher an den Förderschulen tätigen Fachkräfte gemeinsam mit den Schüler:innen ins Regelschulsystem wechseln. Frühförderstätten und Förderzentren kommt auch bei gelebter Inklusion ein hoher Stellenwert zu.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch baulich müssen unsere Schulen für inklusive Beschulung fit gemacht werden. Im Landesschulbauprogramm müssen entsprechende Standards für Neu-, Aus- und Umbau und Renovierung verankert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) muss ein fächerübergreifendes Lehrziel sein. Schulen sollten Zugang zu langfristigen Projektflächen erhalten, die sich an dem Bedarf der Schule orientieren und die Möglichkeit eröffnen BNE praktisch zu erleben. Dies kann zum Beispiel ein Schulgarten, eigene Energieprojekte oder ein Wildnis-Biotope sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulische Ausbildungen</strong> sollen in Sachsen-Anhalt grundsätzlich schulgeldfrei angeboten werden. Das Land soll sich für die höhere Attraktivität dieser Ausbildungsberufe für Ausbildungsentgelte einsetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 04 May 2023 19:40:51 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A9: Professionalisierung des Landesverbandes weiterführen </title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/professionalisierung-des-landesverbandes-weiterfuhren-45557</link>
                        <author>Susan Sziborra-Seidlitz (KV Harz), Christian Franke-Langmach (KV Altmark)</author>
                        <guid>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/professionalisierung-des-landesverbandes-weiterfuhren-45557</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesparteitag möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die gewählten Landesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erhalten ab dem Jahr 2024 eine monatliche Aufwandsentschädigung, die der Vergütung in der Entgeltgruppe E13 TV-L die der Vergütung in der Entgeltgruppe E13 TV-L in der jeweils aktuellen Version im vollen Stellenumfang in der ersten Erfahrungsstufe entspricht. Der/die Landesschatzmeister:in erhält eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50% dieses Betrages. Dieser Betrag kann in Mittel für Personal zur Unterstützung der Vorstandsarbeit umgewandelt werden, wenn sie nicht zur Aufwandsentschädigung in Anspruch genommen wird. Die Inanspruchnahme durch die gewählten Vorsitzenden und den/die Landesschatzmeister:in ist nur möglich, wenn sich nicht durch Nebentätigkeiten und eine nominelle Arbeitszeit von 40,00 Stunden/Woche eine Gesamtarbeitszeit außerhalb gesetzlicher Schutzvorschriften ergibt. Die Aufwandsentschädigung kann auch teilweise gezahlt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieser Beschluss ist ein Grundsatzbeschluss und ersetzt nicht die Haushaltsbeschlussfassung der Landespartei.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN ist uns die Trennung von Amt und Mandat ein wichtiges und oft verteidigtes Prinzip. Das unterscheidet uns nicht nur in unserem Demokratiebild von anderen Parteien, es stellt uns auch vor besondere Herausforderungen, wenn es um die Voraussetzung für ein professionelles Arbeiten unserer Landesvorstände geht. Anders, als in anderen Parteien sind unsere Landesvorsitzenden nicht „ohnehin“ Berufspolitiker:innen, sondern werden es allein durch unsere Wahl. Wo die Partei aus gutem Grund ihre Souveränität nutzt, eigene Protagonist:innen aufzubauen und zu wählen, muss sie andererseits die Voraussetzung schaffen, dass diese Vorsitzenden professionell arbeiten können. Neben einer personell gut ausgestatteten Geschäftsstelle gehört dazu auch die Möglichkeit, sich mit ganzer Kraft diesem wichtigen Amt widmen zu können, ohne durch zum Lebensunterhalt notwendige Nebentätigkeiten abgelenkt zu sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Entwicklung unserer Partei, bundesweit und auch in Sachsen-Anhalt, verlief in den letzten Jahren rasant. Unsere Mitgliederzahlen sind genau so gewachsen wie unsere politische Bedeutung und unser inhaltliches Portfolio. In zahlreichen Bundesländern und im Bund tragen wir Regierungsverantwortung weit über „klassisch grüne Themen“ hinaus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit diesem Wachstum steigen auch das Aufgabenspektrum und die Verantwortung von Landesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen-Anhalt. Als Partei erwarten wir zu Recht öffentliche Sichtbarkeit, mediale Präsenz, Führung und Gestaltung des Landesverbandes, Programmentwicklung und -Fortschreibung, Kooperation und Koordination mit unserer Landtagsfraktion, Führung der Landesgeschäftsstelle, die strategische innere und äußere Entwicklung der Partei und die Vorbereitung und Durchführung von Wahlkämpfen und Kampagnen. Außerdem erforderlich sind zum Beispiel Abstimmungen und Koordination mit dem Bundesverband und den anderen Landesverbänden, der Bundestagsfraktion und der Bundesregierung. All diesen Anforderungen kann niemand in Teilzeit gerecht werden. Wenn wir zu Recht Vollblut- und Vollzeit-Landesvorsitzende erwarten, sollten wir als Partei auch die Voraussetzungen dafür schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Da auch der Aufwand für den/die Landesschatzmeister:in in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist, sollte die Aufwandsentschädigung auch hier den Erfordernissen angepasst werden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 21 Apr 2023 17:13:29 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A8: Gute Berufs- und Studienorientierung für Alle!</title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/gute-berufs-und-studienorientierung-fur-alle-4420</link>
                        <author>GRÜNE JUGEND LSA - Landesvorstand (dort beschlossen am: 20.04.2023)</author>
                        <guid>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/gute-berufs-und-studienorientierung-fur-alle-4420</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt fordert eine gleichwertige Berufs- und Studienorientierung für alle jungen Menschen in Sachsen-Anhalt, die die Bedürfnisse und Wünsche der Einzelnen angemessen berücksichtigt und die Vielfalt der möglichen Pfade in das Berufsleben in allen Schulformen aufzeigt. Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die Umsetzung des Landesfachkonzept BRAFO auch an Gymnasien.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Die Intergration des Projekts „Praxislerntage“ in das Landesfachkonzept.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Ausreichend Personal, um die Berufs- und Studienorientierung gewährleisten zu können.</li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat in den letzten Jahren einen Flickenteppich an Berufsorientierungsmaßnahmen durchgeführt, mit der Folge, dass junge Menschen keinen gleichwertigen Zugang zu Angeboten der Berufs- und Studienorientierung haben. Neben den zahlreichen regionalen Ansätzen in den Landkreisen und kreisfreien Städten, existiert seit fast 10 Jahren unter Steuerung des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Gleichstellung das Landesfachkonzept „BRAFO“ (Berufswahl richtig angehen und frühzeitig orientieren). Das Fachkonzept regelt verbindliche Maßnahmen/Strukturelemente, die in allen Schulformen, außer den Gymnasien, ab der 8. Klasse eingeschlossen sind. Seit 2021 gibt es weiterhin das Landesprojekt „Praxislerntage“, welches nebenher durch das Bildungsministerium gegründet wurde. Auch dieses Projekt richtet sich nicht an die Gymnasien. Es gibt derzeit auch keine abgestimmte Gesamtstrategie für den gleichen Zugang zu Berufs- und Studienorientierungsmaßnahmen in Sachsen-Anhalt. Für junge Menschen hängt die Vorbereitung und individuelle Orientierung auf dem Weg in das Berufsleben von der besuchten Schulform und vom jeweiligen Konzept am Schulstandort ab.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 21 Apr 2023 12:12:54 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A7: Studentische Beschäftigte Stärken – TV-Stud Jetzt!</title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/studentische-beschaftigte-starken-tv-stud-jetzt-44320</link>
                        <author>GRÜNE JUGEND LSA - Landesvorstand (dort beschlossen am: 20.04.2023)</author>
                        <guid>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/studentische-beschaftigte-starken-tv-stud-jetzt-44320</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes vom November 2022, waren 76,1% der Studierenden, die allein oder in WGs leben, unmittelbar von Armut bedroht.[1] Als armutsgefährdet gelten alle Bürger*innen, die weniger als 60% des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verdienen. Von den horrenden Mietpreisen, über die steigenden Nebenkostenabrechnungen, hin zu explodierenden Lebensmittelpreisen — das letzte Jahr war für Studierende eine enorme Herausforderung. Viele von ihnen sind darauf angewiesen neben dem Studium einem Nebenjob, oder sogar noch einen Zweitjob anzunehmen, ohne die sie ihren Lebensunterhalt kaum bestreiten können. Naheliegend sind da Jobs als studentische oder wissenschaftliche Hilfskräfte an Universitäten. Doch diese Jobs zahlen in der Regel gerade einmal den Mindestlohn und bieten teils prekäre Arbeitsbedingungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt fordert deshalb einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte in Sachsen-Anhalt (TV-Stud).</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Schutz vor Ausbeutung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Arbeitgeber*innen verkaufen Hilfskraftstellen als tolle Erfahrung für den Lebenslauf und legitimisieren damit niedrige Löhne. Gleichzeitig nutzen sie die Tatsache, dass Studierende auf das zusätzliche Einkommen angewiesen sind aus, indem schlechte Arbeitsbedingungen oder Nichteinhaltung gesetzlicher Arbeitsschutzregelungen Normalität sind. Laut der bisher umfangreichsten Befragung zur sozialen Lage und Arbeitsbedingungen studentischer Beschäftigter an Hochschulen und Forschungseinrichtung [2] machen mehr als 1/3 der Hilfskräfte regelmäßig unbezahlte Überstunden und nehmen ihre Urlaubstage nicht in Anspruch. Durch einen Tarifvertrag erhalten studentische Beschäftigte fairere Löhne, die ihrer Arbeit entsprechen. Dies trägt dazu bei, dass sie während ihres Studiums ihr Leben finanzieren können, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten und zu Arbeitsbedingungen gezwungen sind, die unter den Mindeststandards liegen. Dadurch können Studierende während ihres Studiums besser arbeiten und sich auf ihr Studium konzentrieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Langfristige Planbarkeit und Sicherheit</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Sachsen-Anhalt sind studentische Beschäftigte im Schnitt gerade einmal ein einziges Semester angestellt, immer neue befristete Verträge gehören zum Normalzustand. Durch eine tarifvertragliche Mindestlaufzeit von 24 Monaten hätten studentische Beschäftigte endlich eine Stelle, die ihnen Sicherheit und Planbarkeit bietet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Stärkere Verhandlungsposition und mehr Rechte</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch einen Tarifvertrag können Studierende ihre Verhandlungsposition gegenüber Arbeitgeber*innen stärken. Einzelne studentische Beschäftigte haben oft wenig Verhandlungsmacht. Mit einem Tarifvertrag haben sie jedoch eine stärkere Position, da sie gemeinsam mit anderen Studierenden für ihre Rechte und Interessen am Arbeitsplatz eintreten können. Seien es Urlaubsansprüche, Kündigungsfristen, oder Arbeitsschutzrechte. All das schützt Studierende und erhöht ihre Sicherheit am Arbeitsplatz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[1] vgl. Destatis, In: <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/11/PD22_N066_63.html">https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/11/PD22_N066_63.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[2] <a href="https://www.iaw.uni-bremen.de/archiv/mitteilungen/detail?news=90#news90">https://www.iaw.uni-bremen.de/archiv/mitteilungen/detail?news=90#news90</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 21 Apr 2023 12:10:56 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A6: Umbenennung der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen</title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/umbenennung-der-landesarbeitsgemeinschaft-frauen-20352</link>
                        <author>LAG Frauen (dort beschlossen am: 17.04.2023)</author>
                        <guid>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/umbenennung-der-landesarbeitsgemeinschaft-frauen-20352</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Landesparteitag beschließt die Umbenennung der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen in „Landesarbeitsgemeinschaft Feminismus“.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Frauen können alles werden und alles sein. Sie können jede Hautfarbe, jede Religion, jede soziale Herkunft, jeden Beruf, jede Sexualität haben und sich jeder FLINTA*-Kategorie zugehörig fühlen. Frauen sind vielfältig und viele. Aber eines sind Frauen nicht: eine homogene Gruppe mit gleichen Erfahrungen, Erlebnissen und Lebensrealitäten. Um diesen Unterschieden gerecht zu werden und verstärkt für intersektionale Gleichberechtigung zu kämpfen, wollen wir die LAG Frauen in LAG Feminismus umbenennen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese veraltete Sicht von der „homogenen Gruppe“ entstammt der ersten Welle des Feminismus, die geprägt von dem Ziel der Gleichheit aller Menschen war, weshalb sich schon dort die Frauenbewegung in bürgerlich und proletarisch teilte. In der zweiten Welle des Feminismus gründeten sich verschiedenste autonome Frauengruppen, die zwar aus unterschiedlichen politischen Strömungen kamen, aber alle ein Ziel hatten: Die Gleichberechtigung von Frauen. Die dritte Welle des Feminismus (ab ca. 1980) stellte deutlich heraus, was wir heute wissen: Frauen sind nicht eine Masse. Sie sind Mütter, sie sind POC, sie sind queer, sie sind Naturwissenschaftler*innen oder Geisteswissenschaftler*innen und sie können sich zu mehr als einer Gruppe davon zugehörig fühlen. Alles in allem: Frauenrecht ist FLINTA*-Recht. Feminismus bedeutet mehr als „nur“ Frausein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir als LAG Frauen mit dem Antrag auf Namensänderung zu LAG Feminismus verstehen unser Anliegen als Querschnittsthema, die alle Bereiche der Gesellschaft betreffen können. Beispielthemen sind feministische Außenpolitik, Paritätsgesetz, Queerfeminismus, Migrationsrecht, Gesundheit. In all diesen Themen agieren Feminist*innen, die sich jeweils anders einordnen und doch ein gemeinsames Ziel haben: kritisch-männliche Benachteilungsstrukturen abzubauen und für einen ganzheitlichen Feminismus zu kämpfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die strukturelle Benachteiligung kann durch nur durch einen intersektionalen Feminismus bekämpft werden. Dieses Selbstverständnis muss schon im Namen der LAG ersichtlich sein. Aus diesem Grund bitten wir euch, unseren Antrag zur Namensänderung zu zustimmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>*Abkürzung FLINTA<strong>*: </strong>Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 17 Apr 2023 19:01:02 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5: Mit voller Kraft in den Kommunalwahlkampf 2024</title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/motion/57065</link>
                        <author>Landesvorstand (dort beschlossen am: 11.04.2023)</author>
                        <guid>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/motion/57065</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kommunalwahl im Juni 2024 steht vor der Tür. Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt sehen wir die Kommunalwahl 2024 als Gradmesser für die darauffolgenden Wahlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Bündnisgrüne stellen uns als Partei für eine demokratische, nachhaltige und solidarische Politik in den Kommunen des Landes zur Wahl. Wir wollen in den Gemeinden, Städten, Ortschaften und Kreisen den ökologischen und sozialen Wandel kraftvoll weiter voranbringen. Dafür werben wir um die Unterstützung und die Stimmen der Bürger*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Bündnisgrüne stehen für starke und solidarische Kommunen. Wir setzen uns für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, den Klimaschutz aber auch die Klimaanpassung ein. Unser Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, in der niemand ausgegrenzt oder an den Rand gedrängt wird. Dabei geht es um so viel mehr als nur darum, wie wir politisch aktiv werden können. Es geht darum, wie wir unsere Gesellschaft mitgestalten. Wie wir unsere direkte Umwelt, den Ort, das Dorf oder den Stadtteil, wo wir leben, lebenswerter machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Ziele als Landesverband für einen erfolgreichen Kommunalwahlkampf 2024 sind klar:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>Wir wollen in allen Wahlbereichen mit grünen Kandidierenden antreten.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Wir wollen die Zeit der Einzelkämpfer*innen überwinden und in allen Kreistagen und Stadträten in Fraktionsstärke Kommunalpolitik voranbringen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Wir wollen vielfältige Kommunalparlamente, insbesondere durch progressive Wahllisten, erreichen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit wir diese Ziele erreichen, haben wir ein Kommunalreferat etabliert, führen regelmäßig Potentialgespräche mit den Kreisvorständen durch und werden im Oktober ein landesweites Rahmenprogramm für die Kommunalwahl beschließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um mehr Frauen, Menschen mit Beeinträchtigungen und junge Menschen für die Kommunalparlamente zu gewinnen, braucht es jedoch neben der direkten Ansprache dieser Personen in unserer Partei auch eine progressive Novellierung des Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (KVG LSA).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Novellierung muss schnellstmöglich erfolgen, damit die Neuerungen schon zur Kommunalwahl – im besten Fall auch schon zu den Aufstellungsversammlungen – in 2024 greifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt fordern wir, dass die Novellierung unbedingt folgende Punkte beinhaltet:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>Die digitale Teilnahme und Abstimmungsmöglichkeit bei Gremiensitzungen aller Kommunalparlamente sollte grundsätzlich ermöglicht werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Die Möglichkeit der Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlichen Mandatsträgerinnen und -träger sollte den Kommunen freigestellt werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Das Wahlalter soll auf 14 Jahre abgesenkt werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p>Die Ladungsfrist für Zweckverbände muss mindestens 4 Wochen betragen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><p>Zusätzlich zur Aufwandsentschädigung können ÖPNV-Tickets an die kommunalen Vertreter*innen kostenfrei ausgehändigt werden.</p></li></ol></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gute Lebensbedingungen und positive Perspektiven für Jung und Alt, alle Geschlechter, alle Lebensentwürfe und kulturelle Hintergründe sind möglich und umsetzbar. Dafür braucht es auch eine Repräsentation von allen Gruppen in den Kommunalparlamenten. Damit Frauen, Pflegende aber auch Erziehende an Kommunalpolitik partizipieren können, braucht es die Möglichkeit zu digitalen Fraktionssitzungen, hybride Ausschusssitzungen und auch die Möglichkeit der digitalen Teilnahme an Ratssitzungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Herausforderung, Familie, Beruf und Mandat miteinander zu verbinden, wächst mit zunehmender Verantwortung und Komplexität der Kommunalpolitik. Oft hängen wichtige, nicht selten millionenschwere kommunalpolitische Entscheidungen davon ab, ob die Kinderbetreuung kurzfristig ausfällt oder Mandatsträger*innen erkranken und Sitzungen fernbleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im digitalen Zeitalter ist es schwer Bürger*innen zu vermitteln, warum ihre politische Repräsentation von der physischen Anwesenheit der Mandatsträger*innen abhängig ist, statt digitale/hybride Sitzungen zu ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Besonders junge Frauen, Mütter und Familien leiden unter den aktuellen Umständen in der Kommunalpolitik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zur Steigerung der Familienfreundlichkeit, aber auch der Teilhabe aller gehört ferner die Anpassung der Aufwandsentschädigungen für Mandatsträger*innen. Es ist wichtig, dass Kommunalpolitiker*innen angemessen entschädigt werden, damit sie sich voll und ganz auf ihre politische Arbeit konzentrieren können. Die Vorbereitung auf politische Arbeit und die Teilnahme an Sitzungen sollte nicht mit einem erheblichen Einkommensverlust für Kommunalpolitiker*innen einhergehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Aufwandsentschädigungen im Land Sachsen-Anhalt sind insgesamt weit unter dem in anderen Städten und Bundesländern üblichen Umfang. Durch zusätzliche Versteuerung und fortschreitende Inflation in den letzten Jahren ist sie weiter zurückgegangen. Andere Bundesländer, wie z.B. Niedersachsen oder auch Sachsen, haben die Aufwandsentschädigungen und auch die Sitzungsgelder in den letzten Jahren per Gesetz deutlich angehoben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bereits am 28. Juni 2013 haben wir den Parteitagsantrag „Partizipative Jugendpolitik. Junge Menschen stärken ist generationengerecht“ beschlossen. Schon damals haben wir uns für die Öffnung des Wahlrechts für alle Menschen unabhängig von der Staatsbürger*innenschaft sowie die Absenkung des Wahlalters des aktiven Wahlrechts bei Kommunalkommunalwahlen ausgesprochen. Mit diesem Antrag bekräftigen wir unseren Beschluss.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 17 Apr 2023 10:21:53 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: Bildung in Sachsen-Anhalt neu aufstellen – unsere Schulen für morgen gestalten</title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/motion/57023</link>
                        <author>Landesvorstand und LAG Bildung (dort beschlossen am: 11.04.2023)</author>
                        <guid>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/motion/57023</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bildungskrise in Sachsen-Anhalt spitzt sich seit geraumer Zeit zu. Zahlreiche Bildungsgipfel in Bund und Ländern sind wohl neben dem akuten Lehrkräftemangel und dem daraus folgenden Unterrichtsausfall die besten Zeugnisse der akut schwierigen Situation. Und das ist mehr als ein statistisches Problem oder Ausdruck von Organisationsversagen der verantwortlichen Regierungen: Es ist individuell und gesellschaftlich eine schwere Hypothek, wenn Bildung nicht funktioniert. Gute Bildung und gute Bildungschancen für alle sind der Grundstein für die soziale Gerechtigkeit, für soziale Aufstiegsmöglichkeiten und sie sind der wichtigste Motor für gesellschaftlichen Fortschritt. Ohne gute Bildung fehlen Fachkräfte in allen Branchen. Und ohne gute Bildung fehlt die Basis für selbstbestimmte Teilhabe und für Gestaltungskraft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn wir über gute Bildung sprechen, muss das über die Notwendigkeit der Lösung akuter Krisen hinaus diskutiert werden. Selbstverständlich brauchen wir genug Lehrer:innen an allen Schulformen im Land, damit Unterricht und damit Bildung stattfindet. Aber ohne tiefgreifende Veränderungen werden unsere Schulen auch mit mehr Lehrkräften Kinder und Jugendliche nicht auf die Herausforderungen von morgen vorbereiten können. Ohne tiefgreifende Veränderungen werden sich bestehende Chancenungleichheiten nicht abbauen lassen, wird die Zahl der Jugendlichen, die Schulen ohne Abschluss verlassen, nicht sinken. Es braucht in Sachsen-Anhalt den Mut, den aktuellen Druck, der auf der Bildung lastet, für Veränderungen zu nutzen. So gestalten wir unsere Schulen für morgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Längeres gemeinsames Lernen für mehr Bildungsgerechtigkeit und individuelle Förderung. Internationale Studien kommen regelmäßig zu dem Schluss, dass die frühe Aufteilung von Schüler:innen an verschiedene Schulformen zu sozialen Ungerechtigkeiten führen, beziehungsweise diese verstärken. Zudem erreichen Länder ohne frühe Segregation in der Bildung in den PISA-Studien regelmäßig bessere Ergebnisse, als solche mit früher Aufteilung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist also von Vorteil, das gemeinsame längere Lernen zu fördern. Das stärkt die sehr individuellen Bildungsbiografien von dann weniger benachteiligten Kindern. Und es ermöglicht dem Bildungssystem in Sachsen-Anhalt, Talente nicht nur zu entdecken und auszubauen, sondern auch die Förderung auf das Kind auszurichten. Das alles kann zu mehr Schulerfolg führen. Und mehr Schulerfolg, weniger Schulmisserfolg und nachhaltige Hilfe bei der beruflichen Orientierung helfen auch den Unternehmen und Arbeitgebern, die in Sachsen-Anhalt händeringend Fachkräftenachwuchs suchen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für längeres gemeinsames Lernen soll:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Grundschulzeit auf sechs Jahre verlängert werden. Dabei sind vor allem in den letzten Grundschuljahren differenziert ausgebildete Fachlehrer:innen einzusetzen, um dem spezifischeren Lehrstoff dieser Klassenstufen gerecht zu werden. Das Grundschullehramtsstudium muss entsprechend diesen Ansprüchen überarbeitet werden. Zur weiteren Schullaufbahn nach der Grundschule sollen Eltern UND Schüler:innen durch die Lehrkräfte an der Grundschule in der sechsten Klasse beraten werden. Das im Zeugnis dokumentierte Leistungsprofil ist dabei EIN Kriterium dieser Beratung. Diese Beratung muss weiterhin ihren empfehlenden Charakter behalten. Eine verbindliche Schullaufbahnempfehlung lehnen wir ab.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Gemeinschaftsschule als echte Alternative gefördert werden. Sekundarschulen und Gymnasien, die sich zu Gemeinschaftsschulen weiterentwickeln wollen, sollen durch Anreize und konzeptionelle Beratung auf diesem Weg unterstützt werden. Ziel muss eine „Schule für Alle“ mit funktionierende Binnendifferenzierung und Querdurchlässigkeit der Schullaufbahnen sein. Im Idealfall könnten durch Verbünde mit Grundschulen Bildungscampusse entstehen, die Kinder und Jugendliche von der Einschulung bis zu jedem möglichen Schulabschluss durchlaufen können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für <strong>chancengerechte Bildung</strong> in Sachsen-Anhalt müssen alle Schulformen konzeptionell gestärkt<br>
werden. Besonders Sekundarschulen haben im Moment einen schlechten Ruf. Nicht nur ist der<br>
Lehrer:innenmangel an dieser Schulform besonders hoch, durch die Zusammenlegung mit der<br>
Hauptschule hat der eigentlich „mittlere“ Bildungsweg in Sachsen-Anhalt inzwischen das Image<br>
des „geringer qualifizierenden“ Schulzweigs. Dem ist nicht mit dem Zwang einer verbindlichen<br>
Schullaufbahnempfehlung, sondern nur mit besonderen Anstrengungen für eine bessere Qualität<br>
der Sekundarschulen zu begegnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Bei allen Maßnahmen zur Lehrkräftegewinnung, Studierendenakquise und modernenKonzepten gegen Unterrichtsausfall müssen Sekundarschulen schwerpunktmäßigbetrachtet werden. Dabei sind auch Bildungsbiografien von Menschen, die selbst kein klassisches“ Abitur am Gymnasium abgelegt haben als Ressource einzubeziehen. Lehramts-Studienplätze für Nicht-Abiturienten (zum Beispiel Fachabiturienten oder mit dem Abitur im zweiten Bildungsweg oder mit anderen qualifizierenden Voraussetzungen) können für mehr Lehrkräfte sorgen, die sich auch aus eigener Bildungserfahrung derSekundarschule zuwenden und dort Vorbild und Identifikationsfigur sein können. Nebender Berufsorientierung muss an Sekundarschulen auch die Vielfalt der möglichen (Aus-)Bildungswege und -stufen nach der Schule einen größeren Raum einnehmen. Das gilt auch umgekehrt für Gymnasien. Hier sollte neben Informationen zum reinen universitären Studium auch zu Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen verpflichtend und umfassend informiert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Entwicklung der Ganztags-Grundschulen muss konzeptionell begleitet werden. Ganztag ist mehr als Schule und Hort. Ganztagsgrundschulen bieten die Chance, formale und nicht formale, schulische und „außerschulische“ Bildung nach modernen lernpsychologischen Erkenntnissen zu rhythmisieren (dabei könnten und sollte auch die Uhrzeit des verbindlichen Unterrichtsbeginns neu gedacht werden – weg von organisatorischen, hin zu Kinder-Bedürfnissen). Auch die Gestaltung von Freizeit und Erholung müssen einen wichtigen Aspekt im Rahmen eines Ganztagsschulsystems spielen. Dabei können Bildungschancen – vor allem im Bereich der nichtformalen Bildung – durch fakultative Angebote von Dritten im allen zugänglichen „Raum Schule“ gerechter verteilt werden. Dazu bedarf es enger Abstimmungen und einer gemeinsamen Struktur von Schulen und Hortträgern und einer lebendigen Kooperation mit freien Trägern der Kinder- und Jugendarbeit, von Kultur, Sport etc. Grundschulen sollen sich dafür auch baulich zu &quot;Lernhäusern&quot; entwickeln. Das Land soll für dieses Ziel ein Konzept zum Beispiel nach dem Vorbild des Münchener Lernhausmodells für alle Grundschulneubauten entwickeln. Auch Familienarbeit und -bildung soll dabei eine Rolle spielen. Auf diese Weise rücken Grundschulen auch wieder ins Zentrum von regionaler Gesellschaft.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Für Grundschulen ist in jeder Kommune ein „Grundschulsozialindex“ zu entwickeln. Je nach sozialer Lage werden mehr finanzielle Mittel für Schulen in herausfordernden Lagen eingeplant. „Ungleiches ungleich“ behandeln ist das Motto, um mehr Bildungsgerechtigkeit herzustellen. Eine kommunale Bildungsberichterstattung ist in allen Kommunen vorzunehmen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Lehrkräftemangel ist das akuteste Bildungsproblem im Moment und er wird eine Herausforderung bleiben. Auf diese Herausforderung gibt es keine einfache Antwort, schon gar nicht eine, die den Beruf noch unattraktiver macht. Wir schlagen eine Vielzahl von Maßnahmen vor:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li> E13/A13 sollte als Einstiegsgehalt für alle Grundschullehrkräfte SOFORT eingeführt werden. Bisher haben wir einen Wettbewerbsnachteil gegenüber all unseren Nachbarbundesländern, die schon seit längerem das höhere Gehalt an ihre Grundschullehrer:innen zahlen. Sachsen-Anhalt kann es sich nicht leisten diesen bis 2025 maximal stückchenweise abzuschmelzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Seiteneinsteiger:innen fördern! Durch Qualifikation soll es ihnen ermöglicht werden, bei Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten Gleichstellung zu den Lehrkräften zu erlangen, die ein Lehramtsstudium absolviert haben. Auch Seiteneinsteiger:innen auf Zeit müssen besser betreut und bezahlt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Sonderzuschläge auf das Gehalt von Lehrkräften, wenn diese sich entscheiden, in bestimmten Mangelfächern, Regionen oder Schulformen zu unterrichten oder bestimmte Integrations- und Vielfaltskompetenzen aufweisen. Damit kann eine Lenkungswirkung in genau die Bereiche erreicht werden, in denen der Lehrkräftebedarf am größten ist. Bisher wartet das Land Sachsen-Anhalt ein bis zwei Ausschreibungen, bis die leer gebliebenen Lehrkräftestellen mit Zuschlägen versehen werden. Wir plädieren dafür, dass die Sonderzuschläge von Anfang an für die Bereiche gewährt werden, in denen einen Mangel besteht.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die sinnvolle Integration von Verwaltungspersonal, Schulsozialarbeiter:innen, pädagogischen Fachkräften und Digitalassistent:innen in den Schulalltag, um Lehrkräfte von Aufgaben zu entlasten, die nichts mit dem Unterrichten zu tun haben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Ausbildung von Lehrkräften in Sachsen-Anhalt soll gestärkt werden. Dazu müssen die vorhandenen Potenziale an beiden Universitäten unseres Bundeslandes vollständig genutzt und nicht wie bisher auf einen Standort begrenzt werden. Ein Weg kann die duale Lehrkräfteausbildung sein, durch die die Praxisanteile im Lehramtsstudium erhöht werden und Studierende schneller an konkrete Schulen im Land gebunden werden können. Außerdem ist es sinnvoll, das Lehramtsstudium für die unterschiedlichen Schulformen in ein schulstufen-bezogenes Lehramtsstudium umzuwandeln. Angehende Lehrkräfte würden dann nicht mehr speziell für das Gymnasium, die Sekundarschule oder Grundschule ausgebildet sein, sondern das Lehramtsstudium könnte sich in die Primärstufe, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II gliedern. Und: Die Zugangsvoraussetzungen für das Lehramtsstudium gehören auf den Prüfstand. Ein Numerus Clausus ist kein qualifiziertes Kriterium, um zu erkennen, wer für die Lehrer:innenausbildung geeignet ist. Wir begrüßen den Vorschlag der Landesregierung einen dualen Lehramtsstudiengang an der OvGU einzuführen und ermutigen darüber hinaus zur Durchführung des Pilotprojekts dualem Lehramtsstudium auch &quot;ohne klassisches Abitur&quot; an der Hochschule Anhalt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Etwa zehn Prozent aller Schüler:innen in Sachsen-Anhalt besuchen eine freie Schule. Damit sind die Schulen in freier Trägerschaft ein wichtiger Akteur und müssen Partner unseres Landes im Kampf um bessere Bildung sein. Deshalb dürfen sie nicht länger finanziell schlechter gestellt werden. Das Land sollte sich nicht erst durch Gerichtsurteile zwingen lassen, freie Schulen<br>
auskömmlich zu finanzieren, sondern partnerschaftlich und wertschätzend im Umgang, ihre Leistungen angemessen vergüten. Schulen in freier Trägerschaft sollten einen gleichberechtigten Zugriff auf Förderungen und Finanzierungen durch Land, Bund und die EU erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulsozialarbeit</strong> ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung von Schulerfolg und Teilhabe, zum Abbau von Bildungsungerechtigkeit und für die Bewältigung von Krisensituationen. Schulsozialarbeit funktioniert, wenn sie Stabilität und Verlässlichkeit bietet. Dafür braucht es einen ebenfalls stabilen und verlässlichen Rahmen. Wir fordern deshalb ein Landesprogramm Schulsozialarbeit, das</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>unter Beachtung des Grundschulsozialindexes an jeder allgemeinbildenden Schule in Sachsen-Anhalt mindestens eine:n Schulsozialarbeiter:in sichert.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>nach dem Vorbild des sächsischen Landesprogrammes schulgesetzlich verankert die Schulsozialarbeit finanziert. Das Land soll dabei 80 Prozent der Kosten übernehmen, die restlichen 20 Prozent entfallen auf den Schulträger.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die <strong>Digitalisierung </strong>ist mehr als das im Moment omnipräsente Schlagwort. In ihr stecken auch für die Bildung mehr Chancen und Potentiale als Herausforderungen. Und es ist unerlässlich JETZT auch auf digitale Bildung zu setzen, wenn unsere Schüler:innen in der zukünftigen, immer digitalisierteren Welt bestehen können sollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Coronapandemie haben sich, auch wenn viele Schüler:innen in Sachsen-Anhalt davon nicht profitieren konnten, die Möglichkeiten digitaler Lernplattformen für alle gezeigt. Von Videokonferenzen über onlinebasierte Studiengänge bis hin zu Handy-Apps – digitale Anwendungen können Bildung nicht nur in einen anderen Lernraum führen, sie können auch die Art des Lernens, die Orte des Lernens und die Zeiten des Lernens verändern. Nur, wenn wir die darin liegenden Chancen aufgreifen, werden Schüler:innen aus Sachsen-Anhalt ganz vorn dabei sein können, wenn es um die Bildung für morgen geht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Digitalassistent:innen sollen an allen Schulformen Lehrkräfte von der Administrierung der Hardware entlasten, beraten und weiterbilden. Die Administration von Geräten muss dabei vom Land verbindlich und rechtssicher geregelt sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>E-Learning-Tools müssen in der Zusammenstellung der Lehrmittel und bei der Entwicklung von Curricula und Unterrichtsinhalten gleichberechtigt betrachtet werden. Sie sind ein wichtiger Baustein für digitale Bildung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Digitale Bildung ist auch selbstbestimmtere Bildung, Schüler:innen sollen schwerpunktmäßig das Selbstlernen erlernen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die digitale Kompetenz und die Digitalvermittlungskompetenz von Lehrenden muss fester Bestandteil der Lehramtsausbildung sein. Für Bestandspersonal sind Fortbildungen im Umgang mit digitalen Lehrkomponenten unerlässlich.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Pandemie hat auch Kinder in den Blick gerückt, für die ein normaler Schulbesuch wenig oder nur unter großer Gefahr möglich ist. Für diese gefährdeten oder kranken Kinder war das Distanzlernen ebenso eine Chance auf sicheren Unterricht, wie es für deutsche Kinder im Ausland oder Kinder von Schaustellerfamilien eine Chance auf kontinuierlichen Unterricht sein kann. Auch hier bieten sich mit digitalen Plattformen gute Möglichkeiten. Langfristig soll Sachsen-Anhalt, gemeinsam mit den anderen Bundesländern, eine Digitale Schule entwickeln und errichten, die von der ersten Klasse bis zum mittleren Schulabschluss geregelten Online-Unterricht für alle Kinder bietet, die begründbar nicht an „klassischem Schulunterricht“ teilnehmen können. Ebenso kann eine solche Digitale Schule ersatzweise Unterricht bieten, wenn Kinder zum Beispiel im Krankenhaus oder während eines Kuraufenthaltes nicht zur Schule gehen können.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schülerinnen und Schüler verbringen nicht nur einen großen Teil des Tages, sondern auch viel Lebenszeit in der Schule. Zum Glück sind Schulen heute nicht mehr die Paukanstalten früherer Jahrhunderte. Schule ist heute ein Lebensort. Das gilt auch für Lehrer:innen, Schulpersonal und Familien. Schulen als Orte des Zusammenlebens sind auch Probier- und Lernorte für Demokratie und Gesellschaft. Sie müssen angstfreie Räume für alle sein und Platz bieten für Persönlichkeitsentwicklung auch jenseits der formalen schulischen Bildung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Dafür muss sich an Schulen die Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegeln. Diskriminierungssensibel sollen sie Orte sein, an denen Menschenfeindlichkeit keinen Platz hat. Die Stärkung der Kompetenzen von bereits ausgebildeten und angehenden Lehrer:innen in den Bereichen Kultursensibilität und Geschlechtervielfalt ist dabei ebenso wichtig, wie der Einsatz mobiler Beratungsteams, besonders für die ländlichen Räume.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Im Landesschulamt soll eine Anti-Bias-Stelle alle Lehr- und Lernmittel auf diskriminierende Darstellungen untersuchen. Es fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wenn in Sachsen-Anhalt Klischees und Vorurteile nicht reproduziert werden, und stattdessen nur diskriminierungsfreie Lernmaterialien zum Einsatz kommen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Spracherwerb ist der Schlüssel zur Integration. Deshalb sollen DAZ- Lehrkräfte regelhaft an allen Schulen Kinder unterstützen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Angstfreie Schulen sind Mobbing-freie Schulen. Wir wollen das das Land den Einsatz gegen Mobbing verstärkt und Anti-Mobbing-Initiativen an Schulen unterstützt und fördert.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schulen sollen Probier- und Erlebnisraum für Demokratie sein. Wer schon in jungen Jahren demokratische Teilhabe und Selbstwirksamkeit erlebt, ist später weniger empfänglich für Populismus und Hetze. Für Demokratie begeistern gelingt am besten im Tun. Deshalb soll die Vermittlung von Demokratieverständnis fächerübergreifendes Prinzip an unseren Schulen sein. Schüler:innen sollen gefragt werden und mitbestimmen können. Wirklich und wirksam. Ein Schritt dazu ist die Einführung der Drittelparität in den Schulkonferenzen. Das Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist eine in Sachsen-Anhalt breit getragene Struktur mit zahlreichen Projekten zur Demokratieförderung. Es ist notwendig die das Netzwerk koordinierenden Strukturen dem immer weiterwachsenden Netz anzupassen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schule als Orte, die Gesellschaft abbilden, bedeutet auch „Schule für Alle“ sein. Das in Sachsen-Anhalt fest etablierte und kaum hinterfragte Förderschulsystem verhindert aber Inklusion. Das ist besonders problematisch, da die UN-Behindertenrechtskonvention uns, auch in Sachsen- Anhalt, zu inklusiver Bildung und Teilhabe verpflichtet. Für die überdurchschnittlich hohe Zahl von Förderschüler:innen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ oder „Geistige Entwicklung“ in Sachsen-Anhalt gibt es noch keine gute Erklärung. Sie ist aber bedenklich, zumal dort keine Schulabschlüsse erworben werden können. Selbstverständlich braucht es für gelingende Inklusion an Regelschulen konsequente strukturelle Veränderungen. Besondere Förderung und Betreuung sind aber auch dort möglich, wenn die bisher an den Förderschulen tätigen Fachkräfte gemeinsam mit den Schüler:innen ins Regelschulsystem wechseln. Frühförderstätten und Förderzentren kommt auch bei gelebter Inklusion ein hoher Stellenwert zu.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch baulich müssen unsere Schulen für inklusive Beschulung fit gemacht werden. Im Landesschulbauprogramm müssen entsprechende Standards für Neu-, Aus- und Umbau und Renovierung verankert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Nachhaltige Entwicklung muss fächerübergreifendes Lehrziel sein. Grundschulen sollen dafür grundsätzlich einen eigenen Schulgarten oder Zugang zu einem Schulgarten haben.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulische Ausbildungen</strong> sollen in Sachsen-Anhalt grundsätzlich schulgeldfrei angeboten werden. Das Land soll sich für die höhere Attraktivität dieser Ausbildungsberufe für Ausbildungsentgelte einsetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 14 Apr 2023 16:01:46 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4: LKW-Maut auf Landesstraßen in Sachsen-Anhalt</title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/motion/56971</link>
                        <author>Cornelia Lüddemann (KV Dessau-Roßlau)</author>
                        <guid>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/motion/56971</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong><span class="underline">LKW-Maut auf Landesstraßen in Sachsen-Anhalt</span></strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt setzen sich für klimafreundliche Mobilität ein. Dazu gehört, Gütertransporte auf der Schiene zu stärken und Transporte auf Straßen per LKW zurückzudrängen. Ein Mittel, um den Güterverkehr auf der Straße unattraktiv zu machen, ist die Einführung einer Maut auf Landesstraßen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese soll analog zur LKW-Maut auf Bundesstraßen via Mautsystem Gebühren für die Nutzung von Landesstraßen festgeschrieben werden. Die Einnahmen sollen prioritär in die Sanierung der Landesstraßen, den Ausbau der Radinfrastruktur und den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (Bahn-Bus-Landesnetz) investiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zudem soll sich das Land Sachsen-Anhalt auf Bundesebene für ein bundesweit einheitliches Mautsystem für Landesstraßen einzusetzen und eine entsprechende Initiative in den Bundesrat einbringen bzw. unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Warum ist uns eine LKW-Maut so wichtig?</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>LKW-Verkehre auf unseren Landesstraßen – Ausmaß und Auswirkungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Straßen im Land sind vielfach im schlechten Zustand. Sanierungsbedürftig waren im Jahr 2017 41,5 %, das sind ca. 1.660 km. Für weitere 747 km Landesstraßen, das sind 18,6 %, ist eine intensivere Beobachtung nötig. Auch um viele Brücken steht es nicht besonders gut, da rund 15 % der 742 Brücken an Landesstraßen in einem problematischen Zustand sind, der von „nicht ausreichend“ bis „ungenügend“ reicht. Entsprechend der aktuellen Bauwerksprüfungen im März 2023. Für ein Flächenland ist eine funktionsfähige Infrastruktur essentiell für die Sicherung der Mobilität. Busse und E-Autos, Car-Sharing Ansätze, Rettungswagen und natürlich PKWs sind auf sichere, funktionsfähige Straßen angewiesen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Grund für zunehmende Straßenschäden ist die Intensivierung des LKW-Verkehrs. Neben der Witterung der entscheidende Faktor für Qualitätsverschlechterungen der Bausubstanz. Auf den am stärksten belasteten Landesstraßen fahren weit über 1.000 Fahrzeuge des Schwerverkehrs und das pro Tag. Dabei belastet ein schwerer LKW die Fahrbahn mit dem 165-fachen eines PKW. Nicht nur verursacht der LKW-Verkehr direkte Schäden an der Fahrbahndecke, sondern das sogenannte Rutting, ein Nachschwingen des Bodens unter Last, das sich wellenförmig ausbreitet, führt auch zu Schäden im Untergrund, etwa bei Versorgungsleitungen und der Kanalisation. Gerade bei Ortsdurchfahrten führt der LKW-Verkehr auch zu Schäden an Gehwegen und anliegenden Gebäuden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Letztlich beruht das Geschäftsmodell von Speditionen darauf, öffentliche Infrastruktur – insbesondere eben Landestraßen – kostenfrei zu nutzen und damit zu verschleißen. Öffentliche Mittel, die Gelder aller Menschen, werden dann eingesetzt, um eben jene Straßen wieder in Schuss zu bringen auch für den LKW-Verkehr, die zuvor von eben diesen LKWs in Grund und Boden gefahren wurden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den Landeshaushalten seit 2020 standen jeweils rund 85 Millionen Euro pro Jahr für die Landesstraßen bereit. Hauptsächlich für die Instandsetzung. Aufsummiert in nur drei Jahren: 255 Millionen Euro. Gemäß Strategie Landesstraßenbau 2030 ist auch für die kommenden Jahre mindestens diese Summe avisiert. Und dies vor dem Hintergrund eines stets engen finanziellen Handlungsspielraum des Landes, der sich in chronischer Unterfinanzierung von Radwegebau und ÖPNV manifestiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>LKW-Maut als Anreiz für die Mobilitätswende</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eingedenk dieses Sachstandes gilt es das Verursacherprinzip zu stärken. Wer die Straßen übermäßig stark abnutzt, ist entsprechend auch zur Kasse zu bitten. Damit nicht einseitig die öffentliche Hand für Schäden an unseren Straßen aufkommen muss, die wesentlich von privaten Unternehmen verursacht werden. Hinzu kommt das übergreifende Anliegen einer dringend nötigen Mobilitätswende. Dafür braucht es vermehrt Gelder für den Ausbau der Radwege an Landesstraßen und für die Ausweitung des ÖPNV-Angebots.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Mittel der Wahl für diese Zielstellungen ist die Einführung einer LKW-Maut für Landesstraßen. Auf Bundeseben für Bundesautobahnen gängige Praxis. Formal möglich auch auf Landesebene durch Verabschiedung eines entsprechenden Landesgesetzes. Die Einnahmen einer solchen Landesmaut sollen neben der Sanierung der Landesstraßen auch dem weiteren Ausbau des Radwegenetzes und dem Ausbau des ÖPNV dienen. Etwa dem Bahn-Bus Landesnetz. Ausgeschlossen gehört die Nutzung der Gelder für Straßenneubau und Erweiterung. Wir haben im Land genügen Straßen. Es gilt diese in gutem Zustand zu erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben dem fiskalischen Anliegen insbesondere die Sanierungskosten gerechter zu verteilen und der öffentlichen Hand damit mehr Spielraum bei Infrastrukturmaßnahmen des Umweltverbundes zu eröffnen, ist das Anliegen auch getragen von dem Ziel eines sozialökologischen Umbaus der Verkehrs- und Wirtschaftsstruktur. Die LKW-Maut auch auf Landesstraßen kann regionale Wirtschaftskreisläufe stärken. Auch können Speditionen zu weiteren Effizienzsteigerungen geneigt sein und Fahrten noch besser abzustimmen und zu bündeln. Anreize für weniger und kürzeren LKW-Verkehr sind dringend nötig. Nur so kann die Verlagerung auf die Schiene klappen. Nur so können wir zu einem Verkehrssektor gelangen, der seine Klimaziele einhält. Und nur weniger LKW-Verkehr ist die nachhaltige Lösung für das Problem der massiven Lärmbelastung in zahlreichen Gemeinden in Sachsen-Anhalt. Teure und flächenfressende Umgehungsstraßen heilen nur Symptome. Es braucht nicht mehr Umgehungsstraßen, sondern schlicht weniger LKW-Verkehr. Auch dazu kann eine LKW-Maut beitragen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Nebeneffekt wird so der Anreiz für Ausweichverkehre der LKW-Maut auf Bundesstraßen verhindert. Wenn Landesstraßen wie Bundesstraßen kostenpflichtig sind, lohnt es sich nicht mehr Bundesautobahnen ggf. mittels Landesstraßen zu umfahren. Auch dies kann die Verkehrslast in unseren Gemeinden reduzieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Wahrscheinlichkeit und Intensität solcher Ausweichverkehre ist die auf Bundesebene angekündigte Ausweitung und Erhöhung der LKW-Maut im Rahmen des Modernisierungspaketes für Klimaschutz und Planungsbeschleunigung des Koalitionsauschusses. Gleichzeitig zeigt die Erhöhung der LKW-Maut auf 200 Euro pro Tonne CO₂, die Ausweitung auf 3,5t LKWs und die Öffnung der Mittelverwendung für den Schienenverkehr den übergreifenden politischen Konsens zur Nutzung einer LKW-Maut. Eine solche Maut auf Landesstraßen flankiert und unterstützt damit eine bundespolitische Initiative.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 12 Apr 2023 12:29:26 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A3: Maßnahmen zur Milderung des Personalmangels in der Oberstufe</title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/massnahmen-zur-milderung-des-personalmangels-in-der-oberstufe-1628</link>
                        <author>Hendrik Pilz (KV Magdeburg)</author>
                        <guid>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/massnahmen-zur-milderung-des-personalmangels-in-der-oberstufe-1628</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der erfolgreiche Schulabschluss ist die Grundvoraussetzung für die spätere berufliche Laufbahn der Schüler*innen. Um den anhaltenden Personalmangel abzumildern, sollen die folgenden beiden Maßnahmen im Bildungsausschuss des Landes diskutiert werden:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Digitale Lernmaterialien für möglichst den gesamten Lehrplan sollen kostenfrei und zentral zur Verfügung gestellt werden. Hierfür sind entsprechende Nutzungslizenzen von Anbietern zu erwerben, ein nach dem Lehrplan organisierter Katalog von freien Lernmaterialen mit offenen Lizenzen (Open Educational Resources) zu erstellen und bei Bedarf neue freie Lernmaterialien zu produzieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Bindung der Schüler*innen an die Region zu stärken, sollen Schulen mit regionalen Ausbildungsunternehmen zusammenarbeiten, um Unterrichtsausfall zu kompensieren. Die Ausbilder*innen verfügen mit dem Ausbilderschein nach AEVO über grundlegende pädagogische Fähigkeiten und könnten insbesondere vom Personalmangel betroffene Berufe im Ersatzunterricht vorstellen und zugehörige Fähigkeiten praktisch vermitteln. Die Unternehmen erhalten eine finanzielle Entschädigung für von Ihren Ausbilder*innen geleistete Unterrichtsstunden.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 05 Apr 2023 22:25:43 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Unterrichtsgarantie in der Grundschule</title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/unterrichtsgarantie-in-der-grundschule-19436</link>
                        <author>Hendrik Pilz (KV Magdeburg)</author>
                        <guid>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/unterrichtsgarantie-in-der-grundschule-19436</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es soll eine Unterrichtsgarantie für Grundschüler*innen geben, die sicherstellt, dass Grundschüler*innen unter keinen Umständen eine 4-Tage Schulwoche bekommen. Es ist wichtig, dass die schulischen Grundlagen Lesen, Schreiben und Rechnen in der frühen Kindheit gelegt werden und eine angemessene Anzahl von Unterrichtsstunden ist dafür unerlässlich. Eine verkürzte Schulwoche in der Grundschule kann negative Auswirkungen auf die späteren Bildungschancen von Kindern haben und darf daher nicht toleriert werden. Außerdem bedürfen Kinder im Grundschulalter einer intensiveren Betreuung, die bei einer 4-Tage Schulwoche womöglich eine Mehrbelastung für die berufstätigen Eltern darstellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die volle Stundenkapazität an Grundschulen zu gewährleisten, muss ausreichend Personal vorhanden sein. Hierfür soll zum Einen eine Gehaltsanpassung stattfinden, so dass Grundschullehrer*innen nicht schlechter gestellt sind als Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen. Zum Anderen muss fehlendes Personal ausgeglichen werden. Quereinsteiger sind in der Grundschule keine echte Option, da zur ordentlichen Vermittlung der Grundfertigkeiten didaktische und pädagogische Kenntnisse erforderlich sind. Daher soll, falls notwendig, Personal aus der Oberstufe für Grundschulen abgestellt werden können. Der daraus resultierende weiter verschärfte Personalmangel in der Oberstufe ist durch geeignete Maßnahmen zu kompensieren.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Maßnahmen für die Oberstufe zur Milderung des Personalmangels werden in einem separaten Antrag eingereicht.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 05 Apr 2023 21:57:27 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>T1neu: Tagesordnung</title>
                        <link>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/tagesordnung-55163</link>
                        <author>Landesvorstand (dort beschlossen am: 11.04.2023)</author>
                        <guid>https://lpt060523.antragsgruen.de/lpt060523/tagesordnung-55163</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>TOP 1 Begrüßung und Formalia</strong><br><strong>TOP 2 politische Reden und Aussprache</strong><br><strong>TOP 3 Themenschwerpunkt Bildung</strong><br><strong>TOP 4 Für Europa – aus Sachsen-Anhalt</strong><br><strong>TOP 5 Kommunalwahlauftakt</strong><br><strong>TOP 6 Anträge</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>TOP 7 Wahlen</strong><br><strong>TOP 8 Sonstiges</strong></p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 03 Mar 2023 14:24:00 +0100</pubDate>
                    </item></channel></rss>